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I'm walking in the park And I'm talking to the dark But there ain't nobody listening My heart has turned to stone When I found myself alone Now all I do is whisper to the dark

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Little lost girl

Es war ein eisiger Tag heute – wieder einmal. In Gedanken versunken sass ich auf dem kleinen Felsen. Der Wind liess meine Haare flattern. Ich zog die Jacke und die Decke enger an mich. Wie jeden Tag stellte ich mir die gleichen Fragen, doch nie erhielt ich Antwort.
Die Leere in meinem Kopf füllte sich mit wirren Gedanken. Was war zuvor in meinem Leben passiert, wieso wachte ich im Wald auf und konnte mich an nichts mehr erinnern.
Seit einem Jahr lebte ich nun hier alleine, im Wald. Ich hatte Angst vor der Stadt, von den Menschen dort und den Fragen, die sie stellen würden. Es war Zeit ich musste gehen, denn bald würde er wieder kommen. Der mysteriöse Unbekannte. Fast jeden Tag kam er her, setzte sich auf meinen Felsen. Er wusste dass jemand da war, doch er sah mich nie. Er war ein Stadtmensch und ich hatte Angst vor ihm. Doch seit kurzem ist meine Neugierde zu stark. Immer wenn ich ihn sah oder seine Stimme hörte, fühlte ich keine Angst mehr. Das Verlangen ihm Nahe zu sein war zu stark.
Da kam er auch schon. Mit gesenktem Kopf lief er zum Felsen. Er wirkte traurig. Sollte ich es wirklich tun?
Ohne zu überlegen, schlich ich mich näher an ihn. Tränen liefen über seine blassen Wangen. Wieso weinte er? Er muss mich bemerkt haben, denn er dreht sich um. Schnell verstecke ich mich hinter dem Busch. „Wer bist du? Ich weiss dass du da bist!“

Teil 2

Der Mann weinte bitterlich. Wer ihm wohl so weh getan hat? Langsam machte er sich zurück auf dem Weg. Ich hatte ein ungutes Gefühl und folgte ihm.
Die Stadt war nur etwa 15 Minuten entfernt. Ich schlich durch die dunklen Gassen, hinter ihm her. Vor einem Altbau blieb er stehen, öffnete die Tür und verschwand. Kurz darauf ging im obersten Stock ein Licht an. Ich setzte mich auf die Bank und sah hoch. Man sah seine schwarze Silhouette am Fenster. Er ging auf den Balkon und zündete sich eine Zigarette an. In meinen Gedanken versunken sah ich ihn an. Zu spät merkte ich, dass er mich auch ansah. Er wirkte geschockt. Er lief ins Haus. Ich stand schnell auf und wollte wegrennen. Die Tür ging auf und der Mann kam auf mich zugerannt. Ich lief so schnell ich konnte, doch meine Beine waren sich den harten Boden nicht mehr gewohnt. Wo bin ich bloss hergekommen, diese Gassen sehen alle gleich aus. Ich spürte wie er immer näher kam.
Ich stolperte und fiel nicht gerade sanft hin. Der Mann stürzte sich auf mich. Ich hatte Angst, wollte schreien, doch dann kämen nur noch mehr Menschen. Kräftig packte er mich am Arm und drehte mich zu sich.
Ängstlich sah ich ihn an. „Ich wusste du bist es! Wieso hast du mich allein gelassen?“, fragend sah er mich an. „Wer bist du?“ „Du weißt nicht wer ich bin? Lüg mich nicht an, dass kannst du nicht vergessen haben. Sieh doch, wir haben das gleiche Tattoo.“ Er zeigte mir das selbe Motiv wie ich es hatte. Woher wusste es das?
„Lass mich du tust mir weh“, bat ich. „Ich lass dich los, aber renn nicht weg, bitte.“ Ich nickte und er liess von mir ab. Nun sassen wir da und sahen uns in die Augen. „Wieso sagst du dass du mich nicht mehr kennst?“ „Weil es so ist, ich weiss nicht mal wer ich bin“, traurig sah ich zu Boden. Er nahm meine Hand in seine, streichelt diese sanft. Ich fühle mich ihm ganz Nahe und vertraut.
Doch wieso?

Teil 3

„Ich muss zurück, sofern ich den Weg wieder hinaus finde“, lächelte ich ihm zu. „ Ich begleite dich“, sagte er bestimmend und half mir hoch.
„Nur wenn du mir versprichst niemandem zu sagen wo ich bin.“ „Versprochen, aber ich brauche ein paar Antworten. Und ich glaube du hast auch viele Fragen.“ Ich nickte sanft.
Wir liefen zu dem Felsen. Er versuchte mir alles zu erklären, doch ich konnte es nicht glauben. Die Geschichten waren einfach zu wirr.
„Wo wohnst du? Etwa im Wald?“, ungläubig sah er mich an.
„Ja, da hinten. Komm mit.“
Wir liefen zur Hütte. Sie war aus Holzbrettern und Stroh zusammen gebaut und in der Mitte gab er eine Feuerstelle.
Es war eben mein Zuhause.
„Wie kannst du nur so leben? Früher hast du schon die Krise bekommen, wenn da ne Spinne in deinem Zimmer war.“
Verwirrt sah ich ihn an:“ Ich Angst vor Spinnen? Kann nicht sein.“ Er grinste mich freudig an.
„Bist du glücklich hier?“ „Ja ich kenne nichts anderes, wieso?“ „Ich habe dich überall gesucht, habe bereits geglaubt, dass du wirklich Tod bist. Du fehlst mir.“ Erstaunt sah ich ihn an. Ich erzählte ihm was ich wusste, was passiert sein könnte, doch er sah mich traurig an als wusste er, dass es schlimmer war.

Teil 4

Er wollte mir nicht erzählen was los war. Er setzte sich dicht an mich und legte seinen Arm um mich. Verträumt sah er in das Feuer. „Bitte komm mit mir zurück, du brauchst keine Angst zu haben“, bettelte er, doch ich konnte nicht. Geknickt verliess er meine Hütte. „Ich besuche dich morgen wieder hier“, meinte er traurig und rannte davon.

Zu Hause angekommen liess er sich auf dem Balkon zusammen sacken und zündete eine Zigarette an. Sie war es, ich bin mir sicher. Wie konnte sie nur überleben? Wieso fand sie niemand. Jeden verdammten Tag war er dort gewesen, doch sah sie nie.
Wie oft hatte er Streit mit seinen Freunden, weil er nicht aufgeben wollte sie zu suchen.

Teil 5

Verwirrt sass sie nun in ihrer Hütte. Er kannte sie? Wie war das möglich? Wollte sie wirklich wissen, wer sie war? Fragen über Fragen und wieder schien sie keine Antworten für sich zu finden. Müde kroch sie unter ihre Decke und sah sich im Raum um. In diesem einen Jahr hatte sie sich an ein ganz anderes, neues Leben gewohnt. Baden im See, wie man sich von den Pflanzen ernährt, sich gesund hält. Zum Glück wuchs sie nicht mehr und konnte ihre alten Kleider noch tragen. Die Decke fand sie in einer Mülltonne. Sie hatte ihr eigenes Zuhause und hier fühlte sie sich auch sicher. Zufrieden schlief sie ein.

Teil 6

Bei den ersten Sonnenstrahlen stand sie auf. Sie wollte zur Quelle gehen um sich frisch zu machen und Wasser zu holen. Sie öffnete die Tür und blieb erschrocken stehen. Der junge Mann sass schlafend vor ihrer Hütte. Sie setzte sich neben ihn und sah ihn verträumt an. Sie vertraute ihm, ohne ihn zu kennen. Sie legte zaghaft ihre Hand auf seine Schulter. Verschlafen öffnete dieser seine Augen und lächelte ihr zu.
„Komm steh auf, ich will zur Quelle.“ Verwirrt sah er sie an, stand aber dann doch auf.
„Wo soll es hier eine Quelle geben? Ich kenn diesen Wald, so was gibt’s hier nicht.“
„Dummerchen, du kennst den Wald? Meine Hütte hast du aber auch nie gefunden“, grinste sie ihm zu.
Er lächelte und folgte ihr über den Hügel. Sie gingen durch eine kleine Höhle und als sie wieder ans Licht kamen, vielen ihm fast die Augen aus dem Kopf. „Diese Quelle“, grinste sie und zog ihn zum Wasser. Die Quelle war umgeben von Felsen, ein kleiner Wasserfall blätscherte friedlich vor sich hin. Man was den Boden des Gewässers, denn das Wasser selber war klar und leuchtet türkis. Die junge Frau zog sich aus und sprang ins Wasser.
Erst dort viel ihr auf dass der junge Mann immer noch angezogen dort stand und verlegen mit roten Wangen zu Boden sah. „Was hast du? Magst du nicht schwimmen?“, fragte sie naiv.
„Du bist nackt. Ich war nur etwas überrascht.“ „Komm schon! Oder hast du Angst ich könnt dich beissen?“ Widerwillig zog dieser sich bis auf die Boxershorts aus und sprang auch ins Wasser.
Sie schwamm zu ihm und legte ihre Arme um ihn. „Wieso bist du so früh schon hier?“ „Ich hab dich vermisst“, grinste er frech. Sie lächelte zurück und griff nach einer Blume neben ihr. Sie rieb sie in ihren Händen. Rötlicher Schaum bildete sich und ihn damit einzuschmieren. Danach war sie dran. „Was ist das?“ „Waschdingsbums... eben dass man gut richt.“ „Woher kennst du dass alles?“ „Hab ich rausgefunden, aber was denkst du wie oft ich auch schon Ausschläge gehabt habe? Die Pflanze dort ist ganz schlimm“, sagte sie und zeigte auf die Pflanze. „Sie hat sich so verändert und doch ist sie immer noch die grossherzige Person die er kannte und liebte“, dachte der Mann sich.
Nach dem Waschen legten sie sich auf den Felsen und liessen sich von den Sonnenstrahlen trocknen.

Teil 7

„Kannst du dich an überhaupt nichts erinnern?“ „Nein, aber ich habe oft komische Träume, wie Erinnerungen, jedoch wird ich nicht schlau daraus. Kannst du mir sagen wer ich bin?“, fragte sie traurig und legte ihren Kopf auf seine Brust.
Zärtlich strich er durch ihr Haar. „Was willst du denn wissen oder wo soll ich anfangen?“
„Wer bist du und wieso kennst du mich?“ Er drückte sie etwas fester an sich.
„Ich heisse Lauri und du bist Selina oder Seli wie wir dich früher genannt haben. Du bist meine Freundin. Eines Tages bist du einfach verschwunden. Du wolltest spazieren gehen und bist nicht mehr zurück gekommen, mehr weiss ich auch nicht“, sagte er traurig.
„Ich kann mich an nichts erinnern, tut mir leid. Hab ich eine Familie? Oder wie war ich, bin ich anders?“
„ Du hast keine Familie in dem Sinne. Du hast mich und unsere Freunde. Und ob du dich verändert hast?“, Lauri grinste,“ Ja, hast du aber nicht Negativ. Nur vor einem Jahr hättest du nie hier gebadet, nicht in einer Hütte geschlafen und hättest geschrieen wenn dir ne Spinne und so was zu Nahe käme. Von was hast du dich ernährt?“ „Alles was der Wald eben gibt. Vor allem Pflanzen.“
„Ich bin Stolz auf dich. Ich hätte nie gedacht, dass du das aushalten würdest. Früher hast du sogar ne Krise bekommen wenn du deine Gucci Schuhe etwas dreckig gemacht hast“, lachte er. „Gucci, was ist das?“, fragte ich und Lauri sah mich stutzig an, ging aber nicht weiter darauf ein.

„Lass uns zurück gehen, ich muss noch meinen Freund füttern“, sagte Seli und zog sich an. „Deinen Freund?“, fragte Lauri unsicher. Seli grinste und zog ihn mit sich mit. An der Hütte angekommen, grub sie ein kleines Loch und zog Regenwürmer aus der Erde, welche sie in eine kleine Schüssel legte. Zusammen gingen sie zu dem Felsen und setzten sich hin. Seli pfiff etwas vor sich hin und schon bald hörte man ein krächzen. Eine junge Krähe machte es sich auf Lauris Schultern bequem. „Komisch so zu traulich ist er doch sonst nicht“, sagte sie und liess die Krähe nun auf ihrem Arm sitzen. Mit der freien Hand gab sie dem Vogel die Würmer. „Vielleicht findet sie mich einfach nur nett“, grinste Lauri.
Sie sassen noch den ganzen Tag dort und redeten. Lauri wollte nicht gehen und sie wieder allein lassen, fühlte sich schuldig, für das was passiert war und hasste sich selber, weil er nicht ehrlich zu ihr war.

Teil 8

Er war nicht ehrlich zu ihr gewesen. Traurig sass er wieder auf seinem Balkon und beobachtete die Sterne. Er hatte sie einfach angelogen. Sie war im Wald spazieren doch aus einem anderen Grund. Sie hatte ihn mit einem seiner Groupies erwischt und lief davon. Lauri beendete die Affäre gleich, doch dieses Mädchen konnte es nicht akzeptieren. Sie folgte Seli und versuchte sie zu töten. Seli wurde wohl nur bewusstlos und das andere Mädchen stellte sich der Polizei. Doch nie wollte sie sagen wo Seli war. Sie genoss es Lauri zu verletzten. Ihm alles zu nehmen.
Doch wie sollte er ihr das erklären?
Er beschloss sie wieder zu besuchen, gleich morgen.

Durch ein Rütteln wurde ich aus meinen Träumen gerissen. Lauri stand vor mir und grinste.
„Wach auf ich hab was für dich“, sagte er und drängelte. „Ich bin ja schon wach.“ Er hielt mir eine Tasche hin. Ich nahm sie und sah hinein. „Kleider, Schuhe und Essen?“, fragend sah ich ihn an. „Ich wollte nur das du’s in der Nacht warm hast, und mal was richtiges zu essen. Ich liebe dich immer noch auch wenn du nicht mehr weißt wer ich bin, und was wir hatten. Ich möchte dich zurück haben.“ Tränen liefen über seine Wangen.
Mir wurde es zu viel. Ich stand auf und rannte weg. Tränen liefen nun auch über meine Wangen. Ich konnte kaum etwas sehen und stützte. Ich prallte mit meinem Kopf auf den Boden und mir wurde schwarz vor den Augen.

Teil 9

„Verdammt ich hatte es schon wieder vermasselt“, dachte sich Lauri und rannte ihr hinter her, was schwierig war, denn sie war schnell.
Bewusstlos fand ich sie am Boden. Etwas Blut lief über ihre blasse Haut, doch die Wunde war nicht gross. Ich hob sie hoch und trug sie nach Hause, in unser Zuhause bei mir.

Als ich aufwachte pochte mein Schädel. Lauri sass bei mir und strich durch mein Haar. „Ganz ruhig, alles ist gut“, flüsterte er. Erst jetzt viel mir auf, dass ich nicht zu Hause war, doch ich war zu schwach um aufzustehen. Er deckte mich wieder zu und ich schlief ein.

Jemand berührte mich und ich öffnete erschrocken meine Augen. Ein fremder junger Mann sass neben mir auf dem Bett. Ich schrie auf, sprang aus dem Bett und versteckte mich darunter. „Was macht diese Peron hier, wer ist das?“, dachte ich. Lauri kam angerannt und versuchte mich zu überreden rauszukommen. Aber ich blieb unter dem Bett.
Die andere Person lachte und fragte:“ Sehe ich denn so böse aus. Ich wollte nur wissen, wie es meiner kleinen Seli geht.“ Eero liess sich über den Bettrand hängen und guckte unters Bett.
„Wer bist du? Geh weg du machst mir Angst.“ „ Seli das ist Eero, ein Freund von uns, der tut dir nichts, komm bitte raus.“
Schmollend kroch ich raus, versteckte mich aber gleich hinter Lauri, soll doch er als erstes was abbekommen, aber ich red mit dem Ding nicht.

Teil 10

Lauri schloss mich in seine Arme und versuchte mich zu beschützen, jedoch konnte er sich ein Lachen nicht verkneifen.
Eero versuchte mich freundlich anzulachen doch ich kuckte böse zurück. War ja klar zu erst lieb tun und wenn ich dem den Rücken zu drehe ist es vorbei mit mir. Lauri führte mich auf den Balkon und wir setzten uns alle hin. Lauri zwischen mir und Eero. Es war ein schöner Tag, doch die Natur fehlte mir. All die Häuser sind mir zuviel. „Wie konnte ich es hier nur aushalten?“, fragte ich mich leise, doch Lauri bekam es mit. „Was meinst du?“ „All die Häuser und Autos. Echt grauenhaft.“ Lauri und Eero sahen mich schief an.
Es klingelte an der Tür und ich zuckte zusammen. Ich war die schrillen Töne nicht mehr gewohnt. Lauri ging und öffnete die Tür. „Oh mein Gott, er lässt mich mit dem Ding alleine“, ging es mir durch den Kopf. Kaum hatte ich mich vom ersten Schock erholt, sprang ein quirliger Typ auf den Balkon und viel mir um den Hals. Mit den Armen währte ich ihn ab und schrie nach Lauri. Weinend liess ich mich ihn seine Arme fallen. „Wieso hatte ich nur vor allem solche Angst und wieso sehen die mich so komisch an. Ich bin doch nicht Irre.“ Aki verstand die Welt nicht mehr. Seine einst beste Freundin hatte plötzlich Angst vor ihm. Fragend sah er Lauri and und dann Eero. Dieser zuckte nur mit den Schultern.
Lauri versuchte ihnen zu erklären was los war. Etwas verwirrt schauten sie von ihm zu mir und wieder zu ihm. Diese verstanden nun die Situation und hielten Distanz zu mir.


2 Wochen später

Ich wohnte immer noch bei Lauri. Manchmal spazierten wir zu unserem Felsen. Lauri erzählte mir dass wir früher schon immer hier waren. Langsam aber sicher fühlte ich mich sehr sehr wohl bei ihm. Heute Abend würden wieder seine Freunde kommen, also Zeit für mich in mein Zimmer zu verschwinden.
Es war acht Uhr und Lauri stellte die letzten Flaschen in den Kühlschrank als die Klingel ertönte. Rasch öffnete er die Tür und liess seine 3 Freunde rein. Heute war Pokerabend angesagt und er war bereit zu Gewinnen. Sie spielten amüsiert, tranken Bier, rauchten und knabberten an ihren Chips.
Die Schlafzimmertür ging auf und Seli steckte den Kopf aus dem Zimmer. Ich sah sie besorgt an, wollte sie etwas? Sie kam aus dem Zimmer und griff sich einen Stuhl, atmete tief durch, so dass man gut sah, wie sich ihr Brustkorb hob. Entschlossen setzte sie sich zwischen mich und Eero der es fast nicht glauben konnte.
„Willst du mit spielen?“, fragte er sanft. „Ich weiss nicht wie das geht“, lächelte sie verlegen. „Du hast keine Angst mehr vor uns?“, fragte Pauli. „Nein, brauch ich doch auch nicht, oder?“
Ich sanft und knuddelte sie an mich:“ Ok ich zeigt dir das Spiel“, sagte ich und begann mit meiner Erklärung.
Aufmerksam hörte sie ihm zu. Danach verteilten sie die Karten neu. Die Stimmungen war sehr ausgelassen und sogar Seli lachte mit.
„Was hast du eigentlich gegessen als du im Wald lebtest?“, fragte Aki. „Eichhörnchen“, sagte ich trocken. Alle wurden bleich im Gesicht und Lauri sah mich entsetzt an. „War nur ein Scherz Leute“, grinste ich. Lauri stürzte sich auf mich und kitzelte mich aus. Lachend lag ich am Boden.

„Der Abend war echt geil“, verabschiedete sich Aki bei mir und die Jungs verliessen Lauris Wohnung. Erschöpft sassen Lauri und ich auf der Couch aneinander gekuschelt.
„Lass uns ins Bett gehen“, sagte ich und nahm Lauri an der Hand. Irritiert sah er mich an als ich mit ihm in sein Schlafzimmer ging. Normalerweise schlief ich nicht im gleichen Bett. Ich zog mich vor ihm aus und legte mich nur mit Unterhose ins Bett. Lauri traute seinen Augen fast nicht, doch faste sich schnell wieder und folgte mir. Aneinander gekuschelt schliefen wir dann ein.

Teil 11

Durch einen zärtlichen Kuss wurde ich wach. Zwei blaue Augen strahlten mir müde aber glücklich entgegen. „Morgen Engel“, sagte ich und drückte sie an mich. Zart strich sie mit ihren zerbrechlichen Fingern über meine Brust. „Morgen, wie geht es dir?“, fragte sie noch etwas verschlafen. „Gut, wieso?“ „Du hast im Schlaf geweint und hast dich entschuldigt“, sagte sie. Verwirrt schaute ich sie an. „Ich kann mich nicht erinnern“, sagte ich. Sie nickte und legte ihren Kopf wieder an meine Schulter. Lange lagen wir aneinander gekuschelt bis wir beschlossen an den Strand zu gehen. Ich packte etwas zu essen ein und man die kuscheligen Strandtücher mit. 15 Minuten später sassen wir in dem warmen Sand. Aneinander gekuschelt setzten wir uns auf das eine Tuch und wickelten das andere um unsere Schultern, denn der Wind war noch etwas kühl.
„Du hast mir nicht die ganze Wahrheit gesagt oder?“, fragte sie mich und sah mir direkt in die Augen. Mein Herz blieb stehen. Was hatte ich bloss im Schlaf gesagt. „Was meinst du?“, stellte ich mich dumm. „Wieso bin ich wirklich in den Wald gegangen? Was ist dort wirklich passiert?“, fragend sah sie mich an. Ich begann ihr alles zu erzählen.
Ich sah ihn an als er mir erzählte was passiert war. Tränen liefen über seinen Wangen. Es tat ihm so leid. Sanft strich ich seine Tränen von den Wangen. „Es tut mir so leid was ich dir angetan habe. Ich liebe dich über alles und möchte dich nicht wieder verlieren, nie mehr.“ Verzweifelt sah er mich an. Ich legte meine Arme um ihn und küsste ihn zärtlich. Erstaunt sah er mich an. „Du hast einen Fehler gemacht aber ich verzeih dir. Ausserdem kann ich mich an nichts erinnern, darum tut es mir auch nicht weh. Alles was ich für dich fühle, ist aufrichtige Liebe. Ich liebe dich und möchte auch nie mehr ohne dich sein“, sagte ich und küsste ihn wieder. Etwas erstaunt oder eher geschockt sah er mich an.
Hatte sie das eben wirklich gesagt? Mein Herz macht Sprünge. „Ich liebe dich auch, ich habe dich immer geliebt. Die Zeit ohne dich war das schlimmste was mir je passiert ist“, sagte ich und drückte sie wieder an mich.
Händchen haltend liefen wir zurück nach Hause. Leider blieben wir nicht unentdeckt. Kreischies und Fotografen wussten wohl immer wo ich war. Aufgeregt redeten alle auf uns ein. Wer das Mädchen neben mir sei und was da liefe. Heulende Kreischies schrieen wie am Spiess. Schnell rannten wir nach Hause.
Oben angekommen schloss ich die Tür schnell. Seli sass weinend am Boden. Sie muss sich wohl ziemlich erschreckt haben. „Alles ok, die sind jetzt weg“, sagte ich und strich ihr durchs Haar. Ängstlich sah sie mich an:“ Was wollten die von uns?“ „Ich bin nun mal berühmt und dann kann das manchmal passieren, aber ich verspreche dir, es wird dir nichts passieren.“
Seli stand auf und ging ins Schlafzimmer.
Ich war müde und wollte schlafen. Dieses Stadtleben ist echt nervenaufreibend. Und diese komischen Menschen. Wie kann man nur jemand anderes anschrieen.
Lauri ging zu ihr ins Zimmer. Dort fand er sie bis zur Nasenspitze hoch in die Decke eingepackt.
Er legte sich neben sie und strich ihr beruhigend durchs Haar. An ihn gekuschelt schlief sie wieder ein.

Teil 12

Schweiss gebadet wachte sie auf. Tränen rannen über ihre Wangen. Weinend sass sie nun da, ihre Hände vor ihr Gesicht gepresst. Sie konnte sich an alles erinnern. Der Schmerz ihrer Erinnerung schien sie zu fall zu bringen. Ihr Herz brannte vor Schmerz, wie konnte er nur?! Er wachte auch auf von dem lauten Schluchzen neben ihm. „Was hast du Schatz?“ Er wollte seinen Arm um sie legen, doch sie schlug ihn weg, schlug auf Lauri ein, der sich nur mit Not wehren konnte. Tränen rannen nun auch über seine Wangen, was nur passiert? „Du Dreckschwein, wie konntest du mir das nur antun?!“, schrie sie ihn an. „Was meinst du? Was hast du plötzlich?“ „Ich weiss jetzt was du mir angetan hast. Ich hasse dich. Wie konntest du es nur wagen, nach mir zu suchen, dich wieder bei mir einzuschleimen und mein Unwissen ausnützen. Wie kann man nur so kalt sein?!“ Erneut schlug sie ihn und traf auch. Lauri sank zusammen, lag nun Regungslos da. Schnell zog sie sich an und rannte aus der Wohnung. Sie wusste nicht wohin, rannte einfach los.
Ihre Beine brachen unter ihr zusammen. Schwer atmend lag sie nun da. Ihre Augen waren auf gerissen, starrten nur noch vor sich hin.


Teil 13

Langsam begann er wieder alles klar zu sehen. „Was war passiert? Oh nein Seli?!“, ging es ihm durch denn Kopf und er sprang aus dem Bett.
Rasch zog er sich an und rannte los. Er hatte so ein Gefühl zu wissen wo sie war, doch wie würde sie reagieren. Er rannte zu dem Felsen, bei dem sie immer waren. Weinend fand er sie dort. Langsam lief er zu ihr und setzte sich neben sie. „Es tut mir Leid. Ich wünschte ich könnte dir all den Schmerz unserer Vergangenheit abnehmen, aber es geht leider nicht“, schluchzte er. „Wieso? Wie konntest du nur? Wie konntest du uns nur alleine lassen und dich zu einer deiner Schlampen flüchten, anstatt zu mir zu halten!“, schrie sie ihn an.
Geschockt sah er sie an. Sie wusste wirklich alles. Die Erinnerungen an das Geschehene zerriss sein Herz. Rasch schlang er seine Arme um sie, so fest dass sie nicht mehr davon laufen konnte, und weinte.
„Es tut mir Leid, dass alles war zu viel für mich, ich wollte es einfach vergessen. Nach diesem schrecklichen Unfall konnte ich dich nicht mehr ansehen ohne an sie zu denken. Es hat mich jeden Tag innerlich getötet. Ich weiss es war falsch dir so weh zu tun.“ Sie verstand ihn kaum noch, so sehr weinte er.

Teil 14

Es tat ihm wirklich Leid, dass wusste sie, aber wieso liess er sie mit dem Verlust alleine, mit all dem Schmerz. Ar es für sie nicht schon schlimm genug gewesen, den kleinen toten Körper in dem Kinderbettchen zu finden. Ihre Tochter wurde nur ein paar Monate alt, bevor sie wieder aus dem Leben gerissen wurde. Oft war Lauri betrunken, versuchte den Schmerz los zu werden und bezeichnete sie als Kindermörderin, als unfähig. Er wusste genau wie er sie am besten verletzten konnte. Er betrog sie, tat ihr mental weh und schlug auch schon mal zu, wenn er mal zu Hause war. Denn nach ihrem Tod ging er oft auf Tour oder war sonst einfach weg.
„Bitte verlass mich nicht, ich brauch dich doch“, wimmerte er.
Sanft streiche ich durch sein Haar. Ich weiss ich kann ihn nicht hassen.
„Ich kann dich doch gar nicht verlassen. Ich liebe dich zu sehr. Ausserdem hast du mir in den letzten Wochen gezeigt, dass du für mich da bist. Werde einfach nie mehr so wie früher“, sagte ich mit sanfter Stimme.
Mit traurigen rotgeweinten Augen sah er mich an. „Nie mehr werde ich dir weh tun“, sagte er und gab ihr einen Kuss.

Teil 15

Es war eine Woche vergangen und er hielt sich immer noch an sein Versprechen. Er war immer bei mir und auch wenn er mal Probe hatte, liess er seine Schwester auf mich aufpassen. Naja, dass gab mir Zeit etwas shoppen zu gehen und über Frauensachen zu quatschen. Ich war wieder glücklich und freute mich auf meine Zukunft. „Seli wie gefällt dir das?“, fragte mich Hanna und hielt mir ein Kleid hin. „Sieht toll aus, ich versuchs mal. Hast du eine Ahnung was Lauri vor hat heute Abend?“ „Nein, ich weiss nur, dass du dir ein schönes Kleid anziehen sollst. Er ist zwar mein Bruder aber solche Sachen verrät er mir nicht“, sagte sie und zwinkerte mir zu.
Ich zog das knielange schwarze Trägerkleid an. „Es ist perfekt. Wie findest dus?“ „Du siehst toll aus.“ Ich kaufte mir das Kleid und nun begann die grosse Suche nach den passenden Schuhen. Zum Glück war ich noch ein paar Zentimeter kleiner als Lauri, aber zur Zeit gab es nur so Highheels mit denen ich mich eh gleich hinlege, oder kann echt jemand auf 10 cm hohen Pfennigabsätzen gehen? – Ich nicht!
„Wie findest du die?“, fragte Hanna und streckt mir ein paar Schuhe entgegen. „Pinke Highheels zu einem schwarzen Kleid?!“ „Wieso nicht?“, grinste Hanna.
Eine halbe Stunde später fand ich ein perfektes Paar. Nur 5 cm hoch, schwarz und die Riemen waren aus Strassbändern. Ich liebe dieses Glitzerzeug.

Zuhause angekommen, ging es ans Styling. Ich hatte noch eine Stunde. Hanna half mir mit dem Make-up und den Haaren. Sie war echt begabt darin. Wie oft sie wohl an Lauri geübt hatte? Fertig geschminkt stand ich vor dem Spiegel und konnte kaum glauben, dass ich das war.
Meine Augen waren schwarz geschminkt, rote Lippen und meine dunkelbraunen Haare waren hochgesteckt und nur einzelne Strähnen kringelten sich und hingen lose. Ich konnte kaum glauben dass ich das war.


Teil 16

Die Tür ging auf und Lauri stand vor mir. Mit offenem Mund starrte er mich an. „Du.. du siehst ... wow.. ich meine du siehst wundervoll aus,“ stotterte er vor sich. Ich lächelte ihn an und gab ihm einen kleinen Kuss. „Wo gehen wir nun hin?“, fragte ich und sah ihm in die Augen. „Wirst du sehen“, grinste er zurück.
Ich hackte mich bei ihm ein und wir verlassen die Wohnung. Unten wartete bereits ein Taxi das uns hinfahren sollte. Nach einigen Minuten hielt es vor einem Edellokal. Fragend sah ich Lauri an, seit wann ging er in solche Läden?
Er nahm meine Hand und half mir aus dem Wagen. Etwas unsicher ging ich mit ihm in das Restaurant. Der Kellner empfand uns überfreundlich und brachte uns zu einem Tisch in einer kleinen Nische, wo wir ungestört waren.
Ich bestellte das vegetarische Thai Curry und Lauri schloss sich mir an.
Gemütlich assen wir und unterhielten uns. Er war wirklich ein unglaublich toller Mann. Ich liebte ihn über alles.
Nach dem Essen spazierten wir mit unseren vollen Bäuchen an den Strand. Plötzlich blieb Lauri stehen und zog mich an sich. Zärtlich küsste er mich und streichelte meinen Rücken.
Verliebt lächelte ich ihn an. Unsere Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Tief sah er mir in die Augen und liess mich förmlich dahin schmelzen.
„Ich weiss es ist viel passiert“, fing er an,“ aber ich weiss nun, dass ich dich über alles liebe und dich nie mehr verlieren möchte. Ich hoffe du weißt, dass ich mich gebessert habe und mein Versprechen halte. Ich liebe dich so sehr und möchte den Rest meines Lebens mit dir verbringen. Seli.. möchtest du meine Frau werden?“, fragte er mich und sah mir dabei tief in die Augen. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Ich konnte es kaum glauben, dass er mich wirklich gefragt hat. „Ja, ich will. Ich liebe dich auch“, schluchzte ich und viel ihm um den Hals um ihn zärtlich zu küssen. Mein Herz sprang vor Glück. Lauri zog eine kleine Schachtel aus seiner Tasche und lächelte mich an:“ Das hätte ich fast vergessen vor lauter Nervosität“, lächelte er verlegen und hielt mir die Schachtel hin. Mit zitternden Händen öffnete ich diese. Mein Herz blieb fast stehen. Der Ring war wunderschön. Er glänzte hellblau. Vorsichtig steckte mir Lauri den Ring an. Tränen der Rührung liefen immer noch über meine Wangen. Vorsichtig strich er sie weg und küsste mich erneut.
Ich war der glücklichste Mensch auf Erden.

Teil 17

Nervös stand ich mit Hanna in dem Brautladen. Ich wusste schon welche Art von Kleid ich wollte. Schulterfrei Corsage and einem langen glatten Kleid. Ich mochte Schleier nie, deshalb entschied ich mich für ein Strasskrönchen. Jeder zupfte an mir herum und ich war so nervös, dass ich sonst schon kaum still stehen konnte. „Du siehst toll aus“, lächelte ich Hanna zufrieden an. Sie war echt meine beste Freundin und Schwester zu gleich. Ich liebte sie von ganzem Herzen und wusste nicht was ich ohne sie tun würde.
In zwei Wochen würde es soweit sein. Alles war organisiert. Wir wollten in einem kleinen Schlösschen heiraten, gut abgeschirmt von den Medien.

„ Ich seh aus wie ein Pinguin!“, jammerte Lauri. Er und Eero waren auf der Suche nach einem Anzug für Lauri, dem aber keiner recht war. „Ich hätte noch einen schlichten Anzug ganz in Schwarz, sofern ihnen dieser mehr zu sagt“, sagte der Verkäufer geschwollen. Lauri nickte. Schwarz war immer gut.
Glücklich grinsend stand er nun wieder vor dem Spiegel. „Der ist gut!“, rief Lauri glücklich. Der Schneider markierte noch einiges für Änderungen, was sich als schwer erwies, denn es war nicht Lauris Stärke stillzustehen. Alles war perfekt und Lauri freute sich auf die Trauung. Bald war es soweit....

Teil 18

„Der perfekte Tag“, dachte sich Seli und strahlte förmlich vor sich hin. Ihr Dress sass immer noch perfekt und wartete nun auf den Haarstilisten, schliesslich wollte sie heute toll aussehen.
Nervös zappelte sie auf ihrem Stuhl herum und fragte sich wie es wohl Lauri ginge. Hanna sass bei ihr und versuchte sie zum stillsitzen zu zwingen, denn ihr Stylist sah sie schon etwas böse an.

Bei Lauri sah es nicht besser aus. Alle drei Bandmitglieder hatten Mühe ihn zu beruhigen. Sogar Eero wurde durch Lauris rumtigern nervös. Pauli und Lauri hingegen rauchten eine nach der anderen.
„Dieser Tag muss einfach perfekt werden“, wiederholte Lauri immer wieder, und Eero war bald soweit ihm an die Gurgel zu gehen. Doch bevor dies geschah ging die Türe auf und sie wurden gebeten ins Auto zu steigen, da es Zeit war zum Schloss zu fahren. Das kleine alte Schlösschen am Strand war einfach perfekt. Weisse Rosen zierten den Hof und die Gäste hatten bereits Platz genommen. Hanna beleitete ihren nervösen Bruder zu seinem Platz, währenddessen Aki mit der nervösen Seli vor dem Tor wartete. Die Musik setzte ein und es war Zeit, das nun auch die Braut ihren Platz neben ihrem Zukünftigen einnahm. Mit weichen Knien ging Seli langsam dem mit Blumen bestreutem Gang entlang – mit dem einzigen Gedanken im Kopf, ja nicht hinzufallen oder zu vergessen ja zu sagen.
Lauri kam bei ihrem Anblick nicht mehr aus dem Staunen heraus. Noch nie hatte er so einen schönen Engel gesehen. Bei Lauri angekommen viel Seli ihm um den Hals und gab ihm einem zarten Kuss. Glücklich strahlten sie sich an und Seli vergoss auch schon die ersten Tränen der Rührung. Nie hätte sie gedacht, so glücklich zu sein.
Beide gaben sich das Ja-Wort und waren den Tränen nahe.
Als Finale wurden weisse Tauben freigelassen und schwebten über das Brautpaar hinfort.


Teil 19

Danach ging es ans Essen. Der Ballsaal des Schlosses war mit wundervollen Blumen geschmückt. Strahlend sass ich neben Lauri und genoss den wundervollen Anblick. Zärtlich strich er immer wieder über meine Hand.
Der Abend verlief perfekt und nun war es Zeit für den ersten Tanz. Der Raum verdunkelte sich etwas und die Musik setzte ein. Wie hypnotisiert sah ich in Lauris strahlende Augen und schwebte förmlich davon. Ich war mir sicher, den Rest meines Lebens mit diesem wundervollen Mann verbringen zu wollen, bis zu meinem Tode.
Leider wusste ich dazumal nicht wie schnell sich das Leben verändern kann....

Teil 20

Wir waren nun ein halbes Jahr verheiratet und fuhren deshalb zusammen in den Urlaub. Wir hatten uns ein kleines Häuschen gemietet, direkt am Strand. Es war ein super Platz und so schön romantisch. Ich hoffte dass mir die Erholung gut tat, denn in letzter Zeit hatte ich oft Kopfschmerzen. Lauri machte sich Sorgen um mich, deshalb versprach ich ihm nach den Ferien zum Arzt zu gehen.
Meinen weiche Strickjacke eng um mich gelegt, lag ich ihn Lauris Armen. Zusammen genossen wir den wunderbaren Sonnenuntergang. Zärtlich küsste er meinen Nacken. „Ich liebe dich Lauri, über alles. Ich bin so dankbar, dass du mich wieder gefunden hast.“ Leidenschaftlich küssten wir uns. Zärtlich streiche ich über seinen Bauch, ziehe sein Hemd hoch, küsse sanft seinen Bauch. Den Anblick seinen angespannten Bauchmuskeln machte mich noch heisser. Lauri legte sich in den noch warmen Sand und strich mir durch mein Haar. Ich spürte seine Erregung. Ich liess meine Zunge über seine heisse Haut tanzen und lauschte seinem Atem.
Meine Hände machten sich selbstständig und öffneten vorsichtig seine Hose.
Lauri seufzte und strich stärker durch mein Haar. Ich zog seine Hose und Shorts tiefer. Umfasste sanft seinen Penis. Erst küsste ich ihn, leckte und schliesslich liess ich ihm Eingang gewähren, verwöhnte ihn. Ich spürte wie seine Erregung grösser wurde und liess wieder von ihm ab, rutschte etwas nach oben und küsste wieder seinen Bauch, dann seine Brust. Zärtlich strich er über meinen Rücken, zog mich zu sich um mich voller Liebe zu küssen.
Fordern griff er unter mein Kleid und zog mir meinen Slip aus. Stark atmend sah er mir mit seinen funkelnden Augen an. Es schien als könne man förmlich das Feuer in seinen Augen sehen konnte. Mit kräftigem Griff faste er meine Hüfte und zog mich auf ihn. Ich fühlte wie wir eins wurden. Leidenschaftlich liebten wir uns unter dem klaren Sternenhimmel…

Teil 21

Die Ferien waren wunderschön gewesen. Jeden Tag kuscheln, spazieren und machen auf was wir Lust hatten.
Doch nun waren wir zurück im Alltag. Ich hatte einen Termin bei Neurologen. Nach einigen Tests warte ich nun auf die Resultate. Ich machte mir schreckliche Sorgen. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und meine Augen taten mir immer weh.
Der Arzt rief mich zu sich ins Zimmer. Nervös setzte ich mich hin und sah ihn an.
Ich wusste etwas stimmte nicht, denn er sah mir nicht mehr in die Augen wie zuvor.
„Es tut mir Leid ihnen mitzuteilen, dass sie einen Tumor in Kopf haben.“ „Was?! Kann man ihn rausoperieren?“ „Es tut mir Leid, nein, er sitzt zu tief.“ „Was heisst das? Ich wird sterben und kann nichts dagegen tun?“, schrie ich schon fast. „ Ja, leider.“ „Wie lange hab ich noch?“ „Ich kann es nicht sagen, aber es wird sich noch einiges verändern in ihrem Leben.“ Fragend sah ich ihn an. „ Ihr Tumor drückt auf den Sehnerv, dass heisst sie werden irgendwann erblinden. Sie werden Schmerztabletten brauchen, täglich. Und irgendwann werden sie Dinge aus der Vergangenheit vergessen. Ich weiss nicht wann, es hängt mit dem Wachstum zusammen.“ Weinend brach ich zusammen.....

„Wieso ich? Was hatte ich getan? Hatte ich wirklich verdient so zu leiden. Wie sollte ich es Lauri sagen.“ Weinend lag ich zu Hause auf dem Sofa und wartete bis Lauri wieder zurück kam.

Teil 22

Ich höre den Schlüssel in der Türe. Es ist soweit, doch ich wusste immer noch nicht wie ich es ihm sagen sollte.
Der Gedanke daran ihm mit der Realität weh zu tun bohrte sich in meinen Kopf. Wie sollte ich es ihm sagen? Gab es da einen Standartsatz? Irgendwelche Tipps da oben?“, ging es mir durch den Kopf und ich sah fragend hoch zu Decke. Aber keine Antwort.
„Hey Schatz, bin wieder da!“, hörte ich meine Schatz rufen.
„Hey, wie war dein Tag?“, fragte ich leise. „Gut, warst du beim Arzt?“ Fragte er und setzte sich neben mich. Als er mich ansah, erstarrte er. „Wie weinst du? Was ist passiert?“ „Ich weiss nicht wie... wie ich anfangen soll.“ Vorsichtig legte er seinen Arm um mich, hielt mich einfach nur fest. „Lauri, ich.. muss dir etwas sagen.. und es ist nicht schön,“ begann ich. „Sag es mir bitte. Sag mir was mit dir ist.“ „Ich.. ich werde.. sterben.“ Entsetzt sah er mich an, Tränen rannen über seine Wangen. Sein Körper begann zu zittern. Beschützend nahm ich ihn in meine Arme und strich ihm über den Rücken. „Das kann nicht sein, du darfst mich nicht alleine lassen“, wimmerte er. „Scht... Es bleibt uns ja noch etwas Zeit. Und du weißt, ich werde immer bei dir sein, einfach auf eine andere Art und Weise,“ redete ich beruhigend auf ihn ein. „Wieso? Was hast du denn?“, fragte er und sah mich mit seinen traurigen, schmerzerfühlten Augen an. Ich erzählte ihm alles.
Bis tief in die Nacht sassen wir auf dem Sofa, hielten uns einfach fest.

Teil 23

Seit diesem Abend ist ein Monat vergangen. Ich lag noch im Bett und Lauri strich mir durch die Haare. Wir genossen jede Sekunde die wir zusammen sein konnten.
„Ich liebe dich mein Engel“, flüsterte mir Lauri ins Ohr und gab mir einen sanften Kuss. „Ich dich auch Schatz.“ Gemütlich kuschelte ich mich wieder an ihn. Ich liebte es seinem Herzschlag zu lauschen und seine Wärme zu spüren.

Was werde ich bloss ohne sie tun? Ich will nicht ohne sie leben. Jede nacht träumte ich von der Beerdigung und einem schrecklichen, kalten, einsamen Leben ohne sie. Ich konnte sie nicht gehen lassen.
Ich drückte sie näher an mich, hielt sie fest, dass niemand sie mir wegnehmen konnte.
Sie begann bereits Sachen zu vergessen. Ich hatte Angst sie bald gehen zu lassen müssen.
Ich kümmerte mich nur noch um sie, de Band machte eine Pause. Ich wollte sie nicht alleine lassen und die Jungs verstanden es natürlich auch.

Ein leises Schluchzen riss mich wieder aus meinen Gedanken.

Teil 24

„Wieso weinst du Schatz?“ „Ich hab wieder so Schmerzen. Wenn ich dich nicht hätte, würd ich dem allem ein Ende setzten“, schrie sie schon fast. Ich zog sie wieder an mich. „Ganz ruhig Schatz“, flüsterte ich und reichte ihr ihre Tabletten. „Würdest du dich wirklich umbringen, wenn ich nicht wäre?“ „Ja, aber ich kann dich nicht alleine lassen. Ich will dich doch nicht jetzt schon verlieren. Und ich habe immer noch Angst zu sterben.“ Vorsichtig strich ich ihr die Tränen weg und faste meinen Entschluss.
Ich stand auf und zog mich an. „Was machst du? Wohin gehst du?“, fragte sie panisch. „Keine Sorge, ich will dich nur überraschen. Zieh dir was bequemes an.“ Ich stand auf um mich anzuziehen. Als ich fertig war, stand Lauri mit gepackten Koffern im Wohnzimmer.
„Was hast du vor?“, fragte ich skeptisch. „Lass dich überraschen“, flötet er. Irgendwie vertrau ich seiner plötzlich guten Laune nicht. Wir setzten uns ins Auto und fuhren los.
Ich war noch sehr müde und schlief im Auto wieder ein.

Teil 25

Durch ein Rütteln wurde ich wieder wach. Das Auto war stehen geblieben und Lauri stupste mich sanft an. Ich öffnete meine Augen und glaubte es kaum. Wir standen wieder vor dem Ferienhaus. Ich sprang aus dem Auto und fiel Lauri um den Hals. Er war so süss.
„Danke Schatz, dass ist so lieb von dir. Du bist ein Engel!“ „Ich liebe dich so sehr, darum tu ich das alles.“
Wir brachten unsere Sachen rein. Danach legte ich mich aufs Sofa. Diese Medikamente machten mich immer so müde. Lauri war währenddessen in der Küche am werken. Es duftete wundervoll und ich war schon aufs Essen gespannt.
Etwa eine Stunde später war es soweit – essen! Er hatte wieder einmal wunderbar gekocht. Ich hätte nie gedacht, dass einmal ein Mann besser kochen würde als ich.
Nach dem Essen gingen wir spazieren. Der Himmel war klar und man konnte die Sterne leuchten sehen. Einzelne Nordlichter tanzen am Himmel. Wir setzten uns in den Sand, kuschelten uns aneinander und genossen das Lichterschauspiel.
Plötzlich bricht Lauri die Ruhe: „ Möchtest du es wirklich enden?“ Erstaunt und geschockt sah ich ihn an. „Ich hab dir gesagt ich lass dich nicht alleine. Ich kämpf weiter bis ans Ende, für dich.“ „Ich will nicht ohne dich leben, ich will mit dir gehen.“ Entsetzt sah ich ihn an: „ Bist du völlig irre?! Du kannst doch dein Leben nicht einfach wegwerfen. Du bist gesund, geniesse dein Leben, mach weiter Musik und sei glücklich!“, schrie ich und brach weinend zusammen. Wie konnte er nur den Gedanken daran haben. „Aber.. aber.. ich kann nicht ohne dich“, ich hielt inne und starrte auf Selis blasses Gesicht an. Blut lief aus ihrer Nase, eine andere Nebenwirkung des Tumors. Wieder brach sie unter Schmerzen zusammen, legte weinend ihren Kopf auf meinen Schoss. „Ich würde es wirklich tun“, flüsterte ich ihr zu. Sie sah mich mit ihren traurigen Augen an. „Ich kann das nicht verantworten.“ „Ich musste schon einmal ohne dich leben, ich will das nie mehr durch machen müssen. Lass mich mit dir gehen, bitte“, flehend sah ich sie an. Sie drehte ihr Gesicht weg und weinte weiter.

Teil 26

Es ist jetzt eine Woche vergangen und wir genossen jeden Tag an dem es ihr gut ging. Wir kuschelten gerade vor dem Kamin als Seli plötzlich ihren Kopf hochhielt und mich fragend ansah. „Lauri?“ „Hmmm?“ „Wenn es soweit ist, wirst du mir helfen. Ich will noch so lange leben wie es geht, aber ich werde nicht warten bis ich blind bin und dahin vegetiere.“ Ich nickte stumm. Ich würde meiner eigenen rau den Tod schenken. Meine letztes Geschenk an sie – Erlösung.

Teil 27

Selis Sicht

Heute war mein Geburtstag, der erste 1. Juli. Wir waren immer noch im Ferienhaus, sind gar nie zurück gegangen. Wir wollten ein Nachtpicknick machen. Also zog ich mein Lieblings Strandkleid an. Hand in Hand schlenderten wir dem Strand entlang. Zum Glück hatte ich einen guten Tag ohne Schmerzen. Die letzten Wochen waren sehr schlimm gewesen. Ich hatte schreckliche Schmerzen und Lauri schien auch am Ende zu sein. Doch heute sah ich sein wunderbares Lächeln wieder, denn seit Wochen konnte er nicht mehr lachen.
Wir setzten uns auf die Decke und zündeten einige Kerzen an. Es war wunderschön. Die Luft war noch sehr warn und der Sand wärmte meine Füsse.
„Ich liebe dich so sehr Lauri“, flüsterte ich ihm zu und küsste ihn leidenschaftlich. Ich vermisste es ihm so nahe zu sein.
Die Nacht am Strand war wundervoll. Bald würde die Sonne wieder aufgehen.
„Es ist er perfekte Tag zu sterben“, flüsterte ich leise.

Teil 28

Verdutzt sieht mich Lauri von der Seite an. Ich lächle nur. „Wie meinst du das?“ „Ich hatte einen wunderbaren Tag und eine wunderbare Nacht ohne Schmerzen. Mit diesem Glücksgefühl möchte ich gehen, aber zu erst möchte ich noch ein letztes Mal den Sonnenaufgang sehen.“ Verträumt lehnte ich mich an ihn und sah zum Horizont. „Bist du dir sicher“, fragte er unsicher. Ich nickte. „Ich will mit dir gehen“, sagte er und sieht mich flehend an. „Es ist dein Leben, ich kanns dir nicht verbieten, aber tu es nicht für mich, sondern nur wenn du dir sicher bist, dass du es für dich tust, für deine Seele.“ Er nickt und greift in den Korb.

Teil 29

Verwundert sehe ich ihn an. „Ich war seit langem darauf vorbereitet“, sagte er und zieht einen alten, verzierten Dolch heraus. „Ich liebe dich Lauri. Bist du sicher, dass du es willst?“ „Ich liebe dich auch und ich bin sicher, ohne dich will ich nicht leben.“ Ich küsste ihn wie noch nie, leidenschaftlich, voller Sehnsucht. Ein letztes Mal liebten wir uns.

Teil 30

Die ersten Strahlen brachen über den Horizont hinaus. Ein letztes Mal liess ich die Strahlen mein Gesicht erwärmen. Wieder drehte ich mich zu Lauri. Er schrieb den Jungs eine Abschiedssms, entschuldigte sich für sein Vorhaben. Er schaltete sein Handy aus und legte es in den Korb. Ich schmiegte mich in seine Arme, genoss ein letztes Mal die Salzluft, drehte mich zu ihm. Ich sah in seine grünen Augen, die ängstlich und doch entschlossen mich ansahen.
Ein letzter Kuss – bald war es vorbei. Ich hielt ihm meine Arme hin. Mit zitternden Händen hielt er meinen linken Arm, zaghaft griff er zum Dolch. Fragend sah er mich an. Ich nickte entschlossen.
Ich spürte wie der Dolch langsam mein Fleisch teilte, wie das Blut über meinen Arm lief. Danach schnitt er auch in meinen rechten Arm. Müde liess ich mich in seine Arme fallen. Dankend lächelte ich ihm zu. Er küsste mich ein letztes Mal. Ich spürte noch seine Armen Lippen auf meinen und wie er mir zu flüstere: „ Ich liebe dich für immer. Bald treffen wir uns im nächsten Leben wieder. Vergiss mich nicht.“ Alles wurde schwarz.

Teil 31

Tränen liefen über meine Wangen. Sie war tot, ich hatte es wirklich getan. Ich legte mich mit ihr in meinen Armen hin. Den Dolch in meiner freien Hand. Ein letztes Mal küsste ich sie und stach zu. Das Blut quoll aus meinem Bauch. Ich legte beide Arme fest um Seli. Ein letzter Atemzug.......



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