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I'm walking in the park And I'm talking to the dark But there ain't nobody listening My heart has turned to stone When I found myself alone Now all I do is whisper to the dark

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From dusk till dawn
Wenn die Sonne wieder aufgeht

Mein bisheriges Leben:

Ich heisse Liz und bin 19. Meine Mutter hab ich seit ich 12 bin nicht mehr gesehen. Wird wohl mit nem Freier abgehauen sein. Ja, meine Mum war ne Hure. Mein Dad kenn ich nicht, bin wohl ein Arbeitsunfall. Naja, anyway... Ich bin so zusagen alleine aufgewachsen, denn meine „Pflegeeltern“ waren eh nie da. Als ich 16 war hab ich die Schule geschmissen und bin nach Helsinki abgehauen. Dort hat mich dann jemand auf der Strasse aufgelesen. Ihr Name ist Hope, und ich muss sagen, sie ist wirklich meine Hoffnung. Sie ist Tätowiererin und hat mich bei sich aufgenommen. Dank diesem Wink des Schicksals konnte ich ne Ausbildung als Tätowiererin machen. Nun bin ich damit fertig und arbeite bei ihr als Festangestellte. Sie ist wie ne grosse Schwester für mich, sie würde mich nie alleine lassen.
Früher hat ich mich in den Bars immer vollaufen lassen, wach in irgendeinem fremden Bett auf und hatte keinen Plan was ich mit meinem Leben anfangen soll. Manchmal wein ich mich in den Schlaf oder schütt mir wieder die Birne voll, das war mein Weg mit meiner Trauer über meine kaputte Kindheit umzugehen. Wer war mein Vater? Von wem hatte ich die grünen Augen, die kantige Gesichtsform und meinen Dickkopf. Meine Mutter hatte blaue Augen, ein schmales feines Gesicht und sie konnte ihren Willen nie durchsetzten, darum landete sie sicher auch in diesem kack Milieu. Ich hasste sie dafür, dass ich so gross werden musste und fast selber als Crack-Hure endete.

Doch ich fand meinen Weg.

„Hi Liz, auch schon hier,“ grinste Hope mich förmlich an,“ bereit für dein neues Tattoo?“ „ Hab noch Cola gekauft,“ nannte ich als Ausrede, dass ich schon wieder zu spät war. Hope lachte nur, schwieg aber. Sie musste ich hat einen mega Kater.
Sie legte mir die Schablone auf, die ich gestern vorbereitet habe. Ich liess mir das Wort Destiny in Gothic Buchstaben auf den Unterarmtätowieren. Hope hatte dasselbe bereits, denn wie sie sagte, dass wir uns fanden war Schicksal. Das Tattoo war ein Zeichen unserer dicken Freundschaft.
Nach 2 Stunden war es fertig und sie verband es mir. Heute morgen würde nichts mehr laufen, doch heute Nachmittag hatten wir ne Doppelsitzung. Zwei Jungs liessen sich das selbe Tattoo machen. Also liessen wir die Anlage laufen und zogen uns ein paar gute CDs rein, assen Pizza und tranken Cola. Mit Hope Zeit zu verbringen tat mir gut. Sie war die einzige Person, die all meine dunkeln Gedanken einfach so wegblassen konnte.

Teil 2

Das Klingel der Eingangsglocken ertönte und die zwei Jungs kamen rein. Nervös standen sie da. Wie süss Jungs aussehen wenn sie unsicher sind. „ Hallo ihr zwei, kommt ruhig rein und setzt euch auf die Stühle. Möchtet ihr noch was zu trinken?“ fragte ich sie. Beide schüttelten mit dem Kopf, trotzdem drückte ich ihnen ne Cola in die Hand:“ Trinkt lieber was, der Zucker in der Cola stabilisiert euren Kreislauf. Nicht dass ihr mir vom Stuhl fällt.“
Hope kam nun auch mit den Schablonen und sprach mit den Jungs darüber wo genau sie die Tattoos haben wollten. Beide entschieden sich für den Vorderarm, einer seitlich und der andere unten. Ich setzte mich zu dem kleineren quirligen. „Wie heisst du überhaupt?“ fragte ich.
„ Ich bin Lauri und du? „
„ Ich bin Liz. Also ich zeichne jetzt zu erst die Linien an und dann beginn ich mit stechen, aber keine Angst tut nicht weh.“
Zögernd nickte Lauri.
„Was hast du da an deinem Arm gemacht?“ fragte er neugierig.
„Hab heute morgen nen neues Tattoo bekommen, so was ähnliches wie du.
So und jetzt lassen wir mal die Farbe trocknen. Möchtest du rauchen?“
Erstaunt sah mich Lauri an:“ Rauchen, klar.“ Ich holte den Aschenbecher und machte mir ne Zigarette an. Bittend sah mich Lauri an. „Hast keine eigenen, stimmts?“ fragte ich. Etwas beschämt sah er zu Boden. Ich steckte ihm eine in den Mund und gab ihm Feuer. „Doch eigentlich hätte ich schon, aber wieder mal zu Hause.“ Ich musste lachen, „ Bist wohl ein Chaot. Kenn ich, bin genau so.“ Seine grünen Augen lächelten mich fröhlich an.
Nun begann ich mit dem Stechen. Wir diskutierten über verschiedene Dinge, wie Filme, Musik und wo die coolsten Parties sind. Wir verstanden uns einfach super.
„ Darf ich dich was fragen?“
„Ja was ist?“ fragte ich.
„Morgen ist ne coole Rockparty im Tavastia Club, hast du vielleicht Lust dort hin zu gehen?“
Erstaunt sah ich ihn an. Ein Lächeln huschte über meine Lippen:“ Ja gerne.“ Erstaunt über eine positive Antwort sah er mich an.
„Ok, d..da.. dann hol ich dich um acht ab. Wo wohnst du eigentlich genau?“ stotterte er. „Ich wohn oberhalb vom Shop, ich wart dann hier auf dich.“
Mit knallrotem Kopf bezahlte er und verschwand. Als ich mich umdrehte stand bereits Hope hinter mir und grinste mich erfreut an. „Endlich machst du wieder was mit nem Typen. Sonst reagierst auf die wie ne Katze auf Wasser,“ grinste sie.
„Er ist ja auch anders,“ grinste ich und spürte wie ich rot wurde.

7 Uhr Abends

„Endlich Feierabend! God thanks it’s Friday! “ schrie ich und hüpfte durch das Studio.
„Wollen wir noch auf nen Drink in ne Bar?“ fragte Hope. „Klaro, bin dabei.“
Also gingen wir noch in die Bar um die Ecke. Ausgelassen tranken wir uns einen an.
Plötzlich hielten mir zwei Hände die Augen zu:“ Rate wer ich bin!“ sagte jemand und gab mir nen Kuss auf meinen Nacken. „Weiss ich doch nicht und was fällt dir ein mich küssen!“ antwortete ich zickig. Die Hände lösten sich, und ein trauriger Lauri sah mich an:“ Sorry, wollt dich nicht nerven. Bin wohl zu weitgegangen,“ sagte er. OH, wie süss er aussah wenn er schmollte. Ich gab ihm einen kleinen Kuss auf die Wange und lud ihn auf ein Bier ein.
2 Stunden später waren wir total zu. „Ischt dir schon maal aufgefallen wie ähnlisch ihr einander seit. Die gleischen grünen Augen, gleisches Gesicht .... sieht aus wie dein Bruder;“ lallte Hope. Lauri und ich sahen uns erstaunt an. Wir sahen uns wirklich ähnlich. Aber das war sicher nur Zufall. Ich begann zu lachen und Lauri stimmte mit ein.

Etwas später

Lauri sieht etwas nachdenklich aus, was wohl mit ihm ist? „Kuckuck.. nicht träumen. Hast du was?“ fragte ich ihn. „ Nö, eigentlich nicht, aber Hope hat recht, irgendwie sehen wir uns schon ziemlich ähnlich.“
„ Na und ? Das heisst einfach nur dass wir uns super verstehen werden.“
„ Das find ich ne tolle Aussage. Willst auch noch en Bier?“ „ Hmm Gern, aber musst mir dann beim laufen helfen, ok?“ „Klar, weiss ja wo du wohnst. Aber echt Kompliment, hab schon lange nicht mehr ne Frau gesehen die beim saufen mit mir mithalten kann.“ Stolz grinste ich vor mich und klopfte auf meine Schulter.
„So ihr zweiiiii.. isch muss schlafen gehen,“ lallte Hope und wackelte zur Tür.
„ Ob die wohl wirklich zu Hause ankommt?“
„Klar, wir habens bis jetzt immer geschafft.“

Nach 2 weiteren Bier konnten die zwei auch nicht mehr und gingen nach Hause. Zusammen torkelten sie noch vor Liz Haustür.
„Ok, isch muss jetzt ausch schlafen.“
„ Tschüsch und schlaf gut,“ lallte Lauri und gab Liz einen Kuss.
Etwas geschockt sah Liz ihn an musste aber wegen dem Alk doch lachen und knuddelte Lauri ganz doll:“ Schlaf gut Teddy.“

Schwankend drehte sie sich um und krabbelte die Treppen hinauf. Lauri hingegen hatte noch einen längeren Weg vor sich, was noch viel länger dauert, wenn man besoffen über die eigenen Füsse stolpert.


Teil 3

Am nächsten Morgen

„ Hope, bist du schon wach?“
„Nein, Kopfweh, will nicht.“ Murmelt etwas unter der Bettdecke hervor.
„ Hier, hab zwei Panadol für dich. Das hilft sicher.“
„Danke, bist mein Engel. Wie kannst du nur so viel trinken, und hast nie wirklich ein Kater?“ „ Bin ein Naturtalent. Meine Mutter ist ein Alki und trank auch als sie schwanger war. Bier war wohl mein Muttermilchersatz,“ grinste ich entgegen.
Hope grinste mir müde entgegen. „Ich geh kurz zum Bäcker, ein frisches Brötchen tut dir bestimmt auch gut.“
Gemütlich machte ich mich auf den Weg. Es waren ja nur ca. 5 Minuten. Gemütlich zünde ich meine Zigarette an und zieh den Rauch tief in meine Lungen. In meinen Gedanken versunken laufen ich langsam der Strasse entlang. „ Au, kannst du nicht aufpassen!“ schrie ich den jemand knallte in mich. „ Sorry, „murmelte der Typ auf mir.
„Oh hi Lauri“, grinste ich. Mit der Sonnenbrille hät ich ihn fast nicht erkannt. Erstaunt sah er mich an. „Hi Liz, man, wie kannst du morgens so fit sein, haste keinen Kater?“
„Nö, ihr seit mir zwei... Hope meckert auch rum, ihr Kopf täte weh.“
„ Du willst mir nicht weiss machen, dass dir nicht übel ist?“
„ Mir geht’s bestens. Hol gerade Brötchen, willst du auch en Katerfrühstück haben?“
„ Ja gerne, bin gerade nicht flüssig, und hab keinen Bock zur Bank zu gehen. Ausserdem wenn du schon so lieb fragst.“
Ich half ihm aufstehen und wir kauften uns Brötchen. Zu Hause angekommen lag Hope immer noch im Bett. Ich legte ihr ein Brötchen ins Zimmer, damit sie was hat wenn es ihr besser geht und Lauri versorgte ich erst mal mit Schmerztabletten.

„Erzähl doch mal was von dir,“ sagte ich zu Lauri. „Was denn? „
„Wie alt du bist, was du so machst, Familie... solche Dinge eben.“
„ Ich bin 20, bin in ner Band, und Familie... Ich hab noch ne ältere Schwester, Hanna, mit ihr leb ich in ner kleinen Wohnung. Meine Eltern leben ausserhalb von Helsinki. Ich glaub das war alles. Und was ist mit dir?“
Erschrocken sah ich ihn an:“ Naja, ich bin 19 leb hier mit Hope und mein Beruf kennst du ja. Was für Musik machst du?“ He, ich hab dich noch mehr gefragt, was ist mit deiner Familie?“ Erwartungsvoll sah er mich an. „ Meine Mutter is ne Hure, hab sie seit ich 12 bin nicht mehr gesehen und ich war so was wie ein Arbeitsunfall, ich kenn meinen Vater nicht.“ Geschockt sah mich Lauri an. „Tut mir leid, ich.. ich hab das nicht gewusst.“ „ist ok, ich bin ja jetzt glücklich. Und darum kann ich auch saufen wie ein Loch. Wenn man ne Alki-Mutter hat und nur Bier zum trinken bekommt, gewöhnt man sich dran.“
Ich erzählte ihm noch von meiner Pflegefamilie und das ich abgehauen war und daher von der Schul flog. Lauri grinste mich nur verlegen an: „ was ist denn? Wieso grinst du so?“ „ Naja, hab die Schule auch geschmissen, aber für die Musik. Kann es sein, dass du echt keine Ahnung hast, wer ich bin?“ „Du bist der Lauri, wieso fragst du?“ „ Ach nur so... wir waren ein paar Mal Nummer Eins in den Charts.“ „ Ich hör kein Radio.. und die Charts sehe ich mir auch nicht an. Aber in dem Fall, bin ich doch echt stolz eine Berühmtheit zu kennen,“ grinste ich und machte einen Hofknicks vor Lauri.
„Du bist echt ein schräger Vogel;“ grinste dieser und zog mich zu sich und wuschelte meine Haare durcheinander. „ Jetzt hab ich so ne schreckliche Frisur wie du“, grinste ich ihn an. Dies liess er sich natürlich nicht gefallen und drücke mich zu Boden, setzte sich auf mich und kitzelte mich durch.
Mit knallrotem Kopf lag ich dort und kringelte mich vor lachen. Total ausser Atem stemmte Lauri seine Ellbogen neben meinen Kopf und sah mich an. Wie in Zeitraffer sah ich ihn näher kommen. Seine Lippen waren ganz zart. Ich fühlte mich noch nie so wohl wie jetzt.
Etwas verlegen sah mich Lauri an. Ich musste Lächeln, denn mit seinen roten Wangen, sah er einfach zum knuddeln aus.

„ Ich glaub ich sollte gehen. Sehen wir uns heute um 8, wegen der Party im Club?“
„ Ja, 8 ist gut. Bis dann.“
Lauri gab mir einen kurzen Kuss auf die Lippen und verschwand wie der Wind.


Teil 4

Nervös stand ich vor dem Spiegel :“ Hope, was soll ich anziehen!!!“ Hope kam ins Zimmer mit dem fettesten Smile, den ich je gesehen hatte. „ Liz ist verknallt!“ schrie sie. „ Halts Maul, und sag was ich anziehen soll.“ Kopfschüttelnd kam sie zu meinem Schrank, wühlte etwas darin herum und hielt mir, meine schwarze enge Hose und ein schwarzes Girlieshirt hin. „ Das hier ist bequem und sexy,“ grinste sie. Schnell zog ich mich um, machte meine Haare und Make up. „ Liz, willst du nicht langsam den Verband ausziehen?“ Ich sah meinen Arm an und sah dass ich noch den Schutzverband trug. Schnell wickelte ich diesen ab, strich Salbe darauf und ging.
Ich stand ca. 5 Minuten vor der Tür als Lauri kam. Etwas unsicher begrüsste er mich. Er war wohl nicht sicher wie ich nach dem Kuss reagieren würde. „ Es tut mir leid, wegen heute Nachmittag. Ich weiss nicht was über mich kam.“ „ Ist ok, ich hab den Kuss genossen,“ grinste ich ihn an.
Danach gingen wir in den Club. Er war total voll und alle Leute schienen echt Fun zuhaben. „ Willst du ein Bier“ fragte mich Lauri. „ Ne, ich beginn gleich mit Wodka Red Bull,“ grinste ich.
Gemütlich setzten wir und mit unseren Getränken auf ne Eckbank. Ich mochte diesen Club. Er war gemütlich und es gab immer gute Rockmusik. Gerade jetzt kam einer meiner Lieblings Songs, auch wenn er schon was älter war. Leise sang ich mit. „ magst du den Song?“ fragte Lauri. „ Ja, der ist echt geil. Nur weiss ich nicht von wem er ist. Hab die CD nicht bekommen, die haben gesagt er wäre immer ausverkauft gewesen. Ausserdem weiss ich nicht mal wer die Band ist.“ Lauri hielt sich den Bauch vor lachen. „He was hast du?“ “ Ach nichts, es ist nur so der Song ist von mir.”
Mit offnem Mund sass ich da. „Du kannst so toll singen?“ „ Wieso, seh ich nicht so aus?“ Ich musste nicht so recht sagen, deshalb nahm ich zuerst einen grossen Schluck von meinem Getränk.
Zum Glück bekann die Band zu spielen, deshalb musste ich nicht antworten.
Nach 5 weiteren Drinks war ich schon ziemlich angeheitert. Und die Nacht und das Gesaufe schien kein Ende zu haben.
Etwa um 3 Uhr morgens lud mich Lauri noch zu einem Kaffee bei sich ein. Gemütlich sassen wir auf seinem Bett, denn wir wurden aus dem Wohnzimmer verbannt. Hannas Freunde waren dort und zwei besoffene störten nur.


Teil 5

Ich lehnte mich an Lauris Schultern. Mein Kopf war plötzlich so schwer. Sanft legte er seinen Arm um mich, zog mich zu sich und küsste mich erneut. Ich liess mich auf sein Bett fallen und genoss einfach. Es war ein unbeschreibliches Gefühl Lauris zarten Finger zu fühlen, wie sie über meinen Bauch streicheln.
Es wurde die schönste Nacht meines Lebens daraus. Das erste Mal, dass ich Sex hatte mit jemandem den ich liebte und der zärtlich zu mir war. Meine Erfahrungen waren bis dorthin nur negativ. Freier meiner Mutter, die eher auf Kinder standen, sich flachlegen lassen, damit ich einen Schlafplatz hatte. Seitdem fand ich Männer zum kotzen. Doch Lauri, er war definitiv anders.
An ihn gekuschelt schlief ich ein.

Der Morgen danach

Durch zärtliche Küsse auf meinem Nacken wach ich auf. „ Morgen Schatz“, sagte Lauri. „Schatz? Sind wir schon soweit?“ fragte ich mich. Zärtlich küsse ich ihn. „ Möchtest du was zu essen, trinken oder zu erst eine Dusche?“ fragte Lauri. „Trinken und dann duschen, aber nur wenn du mit kommst;2 grinste ich ihn an. Er reichte mir eine Flasche Cola und zog ein paar Sachen aus seinem Kleiderschrank.
„ Hier sind ein paar Hosen und ein Shirt von mir. Deine Kleider sind nämlich dreckig. Ich glaub wir sind gestern noch in ne Pfütze gefallen,“ grinste er und zeigt auf meine nun braun/schwarze Hose. Fragend sah ich ihn an:“ Und kommst du duschen?“ „ Mit dir immer!“ grinste er, nahm meine Hand und zog mich ins Bad.
„So Dreckspatz, jetzt wirst du gewaschen,“ grinste er und spritzte mich mit der Duschbrause ab. Natürlich liess ich das nicht auf mir sitzen und zog ihn samt Klamotten in die Dusche.
Pitschnass gingen wir aus der Dusche. Mir war kalt und ich bekann zu zittern. Lauri wickelte mich wie ein Baby ein. Ich weiss nicht wie er das machte, aber bei ihm fühlte ich mich richtig zu Hause.

Dieses Gefühl liess auch für die nächsten 3 Monate nicht los. Doch heute war es anderes. Ich hatte Angst. Angst, davor ihn zu verlieren.
Ich war wieder mal Lauri, wir sassen im Zimmer und kuschelten. „Lauri ich muss dir was sagen.“ „Was denn? Und kuck nicht so traurig.“
„ Du darfst aber nicht böse werden.“ „ Wieso? Hab keinen Grund.“ „ Lauri,.. ich.. ich weiss nicht wie es passiert ist, aber ich bin schwanger.“ Mit grossen Augen sieht er mich an. „ Das ist echt ne Überraschung, aber wieso sollt ich böse sein? Ich verspreche dir, dass ich für dich und das Baby da bin. Ich liebe dich und ob wir jetzt oder später ein Baby bekommen, macht doch auch keinen Unterschied.“ Erstaunt sah ich ihn an: „ Später? Hat er wirklich später gesagt?“ fragte ich mich.
Glücklich viel ich um seinen Hals. „ Und wenn wir jetzt schon soweit sind, ein Kind zu bekommen, bist du auch bereit meine Eltern kennen zu lernen. Ich besuch sie sowieso heute Abend. Kommst du mit?“ „Ehm.. ja aber denkst du nicht, dass sie sehr geschockt sein werden?“ „ Doch schon, aber mir ist es lieber jetzt, als wenn du kugelrund bist, jetzt habe wir wenigstens noch Zeit es ihnen zu sagen, bevor sie den Bauch sehen.“
Bei dieser Vorstellung musste ich grinsen und willigte ein.
Heute Abend würde es also so weit sein.


Teil 6

Ich zog meinen knielangen schwarzen Rock an und ein schwarzes Trägertop. Es war Sommer und für Finnland war dieser Sommer brutal heiss. Sogar jetzt um 7 Uhr Abends hatte ich noch Hitzewallungen, das oder es lag an den Hormonen.
Mit einem breiten Grinsen holte mich Lauri ab und wir fuhren mit Hanna zu deren Eltern. Ich war total nervös, wollte mich am liebsten übergeben. Mit zitternden Knien stieg ich aus dem Auto.
Seine Mutter stand bereits vor der Tür und empfang uns herzlich. Sie bat uns ins Wohnzimmer. Kaum hatten wir uns gesetzt kam auch sein Vater. Als er mich sah, blieb er wie angewurzelt stehen. Seine Augen starrten mich schon fast an.
„ Was ist denn mit dir los?“ fragte Lauri seinen Vater. „ Nichts. Hallo, wie heisst du denn?“ „ Liz“, sagte ich knapp.
„Wisst ihr eigentlich wie ähnlich ihr euch seht. Eben wie man sagt, gleich und gleich gesellt sich gern. Er zähl doch mal von dir.“ „ Ich hab früher mal hier in der Nähe gewohnt, aber mit 12 bin ich nach Helsinki gezogen. Meine Mutter wuchs hier auf.“
„ Wie heisst sie denn?“ fragte Lauris Mutter. Nervös sah ich Lauri an. „ Marie Jansen.“ Die Augen von seinem Vater weiteten sich. «Ich wusste nicht, dass Marie ein Kind hat. Ich wusste auch nicht, dass sie verheiratet war.“ „ Sie war nicht verheiratet. Ich kenne meinen Vater nicht.“ „ Wie alt bist du überhaupt , wenn man das Fragen darf.“ „19“ sagte ich. „Was soll die Fragerei?“ fragte Lauri. Er kannte seinen Vater nicht so. „Ausserdem wollten wir euch noch etwas sagen.“ Ich sah Lauri mit grossen Augen an. „ Wir bekommen ein Baby.“ Seine Mutter fiel uns um den Hals und gratulierte uns. Sie schien es ganz ok zu finden und mochte mich. Sein Vater jedoch, sah seinen Spross böse an. „Liz, könntest du bitte mir kurz in der Küche helfen, fragte Lauris Vater. Ich nickte und ging mit ihm in die Küche.


Teil 7

Wutentbrannt stiess mich sein Vater gegen den Kühlschrank. „Was fällt dir eigentlich ein! Du weißt doch genau was los ist. Du bist die selbe Hure wie deine Mutter. Ich musste, dass du es bist als ich dich sah. Die Ähnlichkeit mit Lauri ist verblüffend. Treib das verdammte Baby ab, und verschwinde von hier!“ Ängstlich hielt ich meine Arme zum Schutz vor mich: „ Du bist mein Vater, stimmts?“ „ Tu nicht so als wüsstest du das nicht!“ „ Wieso hast du mich alleine gelassen, mit einer alkoholkranken Mutter? Wieso?!“
„Halt die Schnauze, verschwinde von hier, bevor ich dich totschlage!“
„Lauri mein Halbbruder, nein, dass konnte nicht sein,“ dachte ich und lief so schnell ich konnte durch den Hinterausgang aus dem Haus. Mein Herz zerriss in kleine Stücke. Der seelische Schmerz, der Verlust von Lauri machte mich willenlos. Ich wollte und konnte nicht mehr. Wie von Sinnen lief ich der Strasse entlang. Ich hörte wie ein Auto nahte. Ich wusste es war Lauri, doch ich konnte ihn nicht sehen. Ich rannte ins Gebüsch und versuchte mich zu verstecken. Ich wartete eine Weile bis sie weg waren. Ich fuhr mit dem nächsten Auto das kam in die Stadt, nach Hause.
Ich schloss die Tür auf, niemand war hier. Auf dem Telefonbeantworter waren 3 Nachrichten. Alle von Lauri. Ich ging in mein Zimmer, suchte etwas in meinem Nachttischen. Etwas, dass ich schon lange nicht mehr gebraucht hatte – meine Klinge. Ich machte die Anlage an, ich wollte nicht alleine sein. Nicht in diesem Moment. Lauris Stimme erhellte den Raum. Wärme umgab mich, ich war ganz still, hatte keine Angst zu mehr. Die Klinge durchdrang mein Fleisch, das warme Blut ergoss sich über meine Arme. Ein Engel erschien......

Lauri Sicht:

Ich musste zu ihr es konnte nicht sein, ich muss es wissen. Ich rannte die Treppen hoch, in der Hoffnung sie in ihrem Zimmer zu finden. Die Tür war offen. Aus ihrem Zimmer drangen meine Songs. Schnell lief ich in ihr Zimmer. „Oh nein, was hast du getan. Bitte nein, lass mich hier nicht allein!“ schrie ich als ich das Blut sah. Mit meinem Handy rief ich einen Krankenwagen. Zum Glück war das Krankenhaus nur 3 Minuten entfernt. Sie verbanden ihre Arme und fuhren davon.


Teil 8

Im Krankenhaus:

Lauri sitz etwas zusammengekauert auf dem Stuhl im Flur und starrt auf seine Schuhe. Konsentriert war er am überlegen. Konnte es wirklich sein, dass Liz seine Halbschwester war. Er wollte es nicht war haben. Sein Vater hatte seine Mutter, während der Schwangerschaft mit ihm, betrogen. Und genau bei dem einen Mal soll sie schwanger geworden sein. Die Möglichkeit dann auch noch sie in sie zu verlieben war doch so klein, nein es konnte nicht sein.
„Sind sie Herr Ylönen?“ fragte der Arzt. „Ja, bin ich. Wie geht es ihr.“ Hanna hielt meine Hand und versuchte mich beruhigen.
„ Das Leben ihrer Freundin konnten wir retten, doch das Baby starb an Luftmangel. Es tut uns leid. Wissen sie weshalb ihre Freundin das getan hat?“ „ Ich glaube ja, mein Vater hat ihr erzählt, dass wir anscheinend Halbgeschwister wären. Da ist sie total durchgedreht. Können sie bitte unsere DNA vergleichen, ich muss wissen ob es stimmt oder nicht,“ flehte Lauri. „ Ja kommen sie bitte mit. Das Blut von Liz mussten wir sowieso ins Labor schicken und nun nehmen wir etwas von ihrem. In etwas einer Stunde wissen wir was wahr ist.“
Der Arzt bindet den Gürtel um Lauris Arm und zapft seine Ader an. Das kleine Reagenzglas wird beschriftet und versendet.
Hanna zieht Lauri in die Cafeteria um einen Kaffee zu trinken.
„Was machst du wenn sie wirklich unsere Schwester ist?“ fragte Hanna vorsichtig. „ ich weiss es nicht. Kann man den solche Gefühle die ich habe einfach abstellen?“
„ Gefühle nicht, aber sie ändern. Vielleicht hast du ja gespürt, dass sie unsere Schwester ist und dich deshalb angezogen gefühlt.“


Teil 9

Der Arzt kam zu ihnen und bat sie in sein Büro. „So, wir haben nun die Testergebnisse, und ich kann ihn versichern dass sie zu 100%........... nicht Geschwister sind. Ich weiss, dass sie sich sehr ähnlich sehen, gleiche Augen ec... aber Verwandt sind sie überhaupt nicht.“
Lauri bricht weinend zusammen. „ Lauri was hast du? Was ist los?“ „ Ich hasse meine Eltern, wegen ihnen haben wir das Kind verloren und ich fast auch noch meine Freundin,“ schluchzt er. „ Wenn sie sich bereit fühlen können sie ihre Freundin sehen.“ Lauri nickt und folgt dem Arzt. Als sie in Liz Zimmer kommen, zuckt Lauri aus Schreck zusammen, seine kleine Liz liegt kreidebleich da. Er setzt sich zu ihr ans Bett, streicht sanft über ihre Wangen. Blinzelnd öffnet sie ihre Augen. „Hi mein Engel, auch schon wach?“ sagte Lauri sanft und küsst sie. Liz schreckt zurück und schaut ihn erstaunt an. „ Wir dürfen das nicht, dass weißt du.“ „Wir dürfen Schatz, der DNA-Test war negativ. Wir sind nicht verwandt.“ Liz fällt ihm um den Hals, dann wird unser Baby doch einen Vater haben,“ flüsterte sie glücklich. Lauri drückte sie vorsichtig zurück ins Bett und schaut sie traurig an. „Was ist Lauri?„ „ Da ist kein Kind mehr. Es ist tot,“ sagte Lauri leise und nahm Liz in seine Arme. Diese weinte bitterlich und brabbelte etwas von „Ich hab mein Kind getötet“. „Scht.... , dass ist nicht deine Schuld, mein Vater hat dich dazu getrieben. Ich schwör dir er wird dafür bezahlen.“
Die Schwester kam rein und gab Liz eine Beruhigungsspritze.

Wutentbrannt stürzte Lauri aus dem Krankenhaus.

Teil 10

Lauri setzt ich in das Auto und fährt los. Hanna steht fassungslos auf dem Parkplatz. „Was zur Hölle hat er vor?“ Lauri fährt direkt zu seinen Eltern. Sie sollen wissen was sie ihm angetan haben.
Vor dem Haus angekommen steigt er schnell aus und öffnet die Haustür. „ Dad wo bist du!“ „Was ist denn jetzt wieder?“ „ Du verdammter Hurensohn. Du bist Schuld dass sie unser Kind verloren hat und fast auch noch ihr Leben. Sie ist nicht meine Schwester, ich hab den DNA-Test machen lassen. Nur weil wir uns ähnlich sehen und du was mit ihrer Mutter hattest, heisst es noch lange nicht, dass sie auch wirklich von dir schwanger war,“ schrie er und schlug seinem Vater die geballte Faust ins Gesicht. Dieser lag gekrümmt am Boden und hielt schützend seine Hände vors Gesicht. Seine Mutter schrie er soll verschwinden. Schwer atmend verliess er das Haus und fuhr wieder ins Krankenhaus.

Teil 11
Lauri besuchte seinen Engel jeden Tag. Nun 2 Wochen später durfte sie wieder nach Hause. Etwas übervorsichtig brachte Lauri Liz zum Auto. „ Es tut mir leid... ich kann mir selber nicht erklären, wieso ich so extrem reagierte... ich meine ich hab schon viel durchgemacht und hab trotzdem nie aufgegeben.“ Liz sah traurig zu Boden. „ Ist ok, es war wohl einfach der Schock. Versprich mir nur , dass das nie mehr tust. Sie es als ein neuer Anfang. Nun steht uns nichts mehr im Weg glücklich zu werden.“
Liz lächelte leicht:“ Hast recht, lass uns neu anfangen.“

Bei Liz zu Hause

„Hi Süsse, wie geht es meinem Dummerchen?“ grinste Hope frech, so dass Liz ihr die Zunge rausstreckte. „ Zunge strecken, geltet nicht, denn das heisst ich liebe dich,“ trällerte Hope vor sich. „ Hast du etwas vergessen, dass ich dich lieb hab?“ gab Liz zurück.
„He und was ist mit mir,“ schmollte Lauri, so dass beide aus Mitleid ihm die Zunge rausstreckten. „Wow, gleich zwei... hab aber die hier lieber,“ sagte er und packte Liz um ihre Hüften und zog sie an sich.
„Ihr Zwei zusammen seit echt zuckersüss.“ „Wissen wir doch, darum passen wir auch so gut zusammen,“ grinste Lauri bis über beide Backen.
Liz war noch etwas müde, deshalb verzogen sich die zwei in ihrem Schlafzimmer.
Aneinander gekuschelt lagen sie auf Liz Bett.
„Ich möchte den ganzen Tag so liegen und dich nicht mehr loslassen,“ seufzte Lauri und drückte Liz etwas fester.
Liz zog ihn an sich und küsste ihn leidenschaftlich.

Teil 12

Ihre Finger strichen sanft über seinen Bauch. Sie vermisste es ihn zu spüren und wollte ihn nun haben. Langsam zog sie ihm sein Shirt aus. „Ich will dich Lauri. Ich musste ja 2 Wochen ohne auskommen,“ sagte sie und sah ihn ganz unschuldig an.
Lauri grinste sie versaut an und drückte sie ins Kissen. Langsam zog er ihre Shirt aus, küsste ihren Nacken und dann ihren Bauch und machte sich an ihren Hosen zu schaffen und zog sie ihr ebenfalls aus. Liz tat ihm gleich.
Lauri lag nun auf ihr und küsste sie zärtlich. Seine Hände hielten ihre Handgelenke zärtlich und doch stark fest.
Sie fühlte seine Erregung und seinen heissen schweren Atem auf ihrer Haut. Flink öffnete Lauri ihren BH. (Anm.d.A. Unser Lauri ist ja nicht so unfähig wie gewisse andere Jungs )
Zart küsste er sie überall und zog ihr dabei den Slip aus. Danach waren nun endgültig seine Shorts dran. Leidenschaftlich liebten sie sich , als würde es keinen Morgen geben.
Danach schliefen sie aneinander gekuschelt ein.


Teil 13

1 Woche später

Mein Leben war wieder „normal“. Ich arbeitete wieder im Studio und Lauri und seine Jungs waren fleissig am Songs schreiben. Ich freute mich auf heute Abend, endlich wieder ausgehen und in einem tollen Club abhängen. Lauri sagte nur, dass er eine Überraschung für mich hat. „ Erde an Liz, hallo?“ Hope stand neben mir und fuchtelte vor meinem Gesicht herum. „Was ist?“, fragte ich unschuldig. „Was träumst du so rum?“ „ War nur am überlegen, was meine Überraschung sein könnte.“ „ Hmm.. hab keine Ahnung, aber wird sicher nix böses sein“ grinste sie wissend und wuschelte mir durch die Haare. „ Du weißt was stimmts?“ „Nö, woher auch?“ „ Krieg ich nen Tipp?“ „Nö, mach mal lieber an der Zeichnung weiter, der Kunde kommt heute Nachmittag vorbei um es sich an zu sehen.“

Einige Stunden später

„Hope was soll ich anziehen?“ schmollend sass ich auf meinem Bett und sah Hope fragend an. „ Hmm.. zeig mal her. Hier ist doch was, die schwarze enge Hose und das rote Top, schlicht und sexy,“ grinste sie mich an. „ Ok,“ schnell schnappte ich mir die Sachen zog mich an und machte mich im Bad breit. Etwas Kajal, brauner Lidschatten und roter Lippenstift. Die Haare liess ich offen und bändigte sie nur mit etwas Haarspray.

„So bin fertig, können wir los?“ fragte ich. „ Ja, wir treffen die Jungs ja im Club.“ „Na toll, so wie ich Lauri kenne heisst das, er kommt zu spät und wir können mal alleine warten. „ „ Ach mach dir nix draus, dann haben wir uns wenigstens schon warm getrunken.“

Grinsend machten wir uns auf den Weg in den Club. Dort angekommen, drängelte mich Hope zu einem Tisch ganz nahe der kleinen Bühne.

„Was darf es sein?“ fragte die Kellnerin. „ 2 Bier bitte,“ sagte Hope. Wir tratschten noch über die Jungs und wie witzig die letzte Aktion von Aki war. Er hatte wohl ne Tollpatsch Phase oder so. „Wie findest du ihn eigentlich so?“ fragte Hope mich. „Wen? Aki? Der ist echt nett, und lustig, wieso?“ „ Ach nur so,“ meinte sie und starrte verträumt auf die Bühne. „Wo bleiben eigentlich die Jungs? Solange kann doch nicht mal Lauri vor dem Spiegel haben,“ meinte ich schon fast etwas genervte. „ Die kommen sicher gleich.“
Der Raum wurde dunkler und die Scheinwerfer gingen an. Irgend so ein Typ präsentierte nun die Band. Als er den Bandnamen nannte blieb mir das Bier im Hals stecken und ich verschluckte mich. Hustend starrte ich auf die Bühne.

Teil 14

Lauri stand wirklich da und grinste mich stolz an. Sie waren echt gut, und stolz klatschte ich als sie fertig waren. Nun war ich richtig in Feierlaune. Die Jungs waren noch hinter der Bühne um sich umzuziehen und Hope und ich bestellten schon Bier und Wodka.
Stolz strahlend marschierten alle vier auf uns zu. „Und wie hat es dir gefallen?“ fragte Eero neugierig. „Ihr wart einfach super, echt geil!“ rief ich.
Ich liess Lauri sich auf meinen Stuhl setzten und machte es mir auf seinem Schoss gemütlich. Er knuddelte mich fest an sich und gab mir einen Kuss auf meine Wange. Er war einfach süss und ich war überglücklich mit ihm.

Kurze Zeit später schafften die Jungs den Durchbruch und gingen auf Tour. Ich musste wohl oder übel zu Hause bleiben und arbeiten. Lauri rief jeden Abend an und erzählte mir wie der Gig war, oder wie komisch es ist, wenn plötzlich kleine Kinder seinen Namen schreien. Ich war glücklich für ihn und die Jungs, doch eben so sehr vermisste ich ihn auch.
Hope kümmerte sich gut um mich und versuchte mich immer abzulenken, was ihr den Tag durch auch gelang.... aber Abends im Bett fühlte ich mich einsam.
Ich nahm meine Bettdecke in meine Arme und knuddelte sie fest an mich, so wie Lauri es immer mit mir tat. Tränen flossen aus meinen Augen wie jede Nacht. Ich konnte nicht schlafen und entschied mich etwas fern zu sehen.

„Talk Shows, ne, Cartoons, ne,.... ah MTV ... „ ich liess den Kanal drinnen und sah mir die neusten Clips an. Nun kamen die MTV News. „Willkommen bei den MTV News.. heute mit folgenden Themen: Limp Bizkit... Wes verlässt die Band... The Rasmus, die süsseste Versuchung seit Milka Schokolade... bla bla bla.“
Neugierig wartete ich auf den Bericht von MTV.

„ So nun weiter zu unseren süssen Finnen. The Rasmus gelten als heisseste Newcomer des Jahres. Und schon gibt es die neusten Gerüchte über sie. Der Sänger Lauri der eigentlich eine feste Freundin hat, wurde mit einem blonden Groupie gesichtet. Die beiden seinen nach Aussagen von Zeugen, zusammen in dessen Hotel verschwunden. Erst Stunden später verliess die blonde Unbekannte das Hotel alleine.“ Ich konnte nicht glauben was ich hörte. Das würde Lauri nie tun, nicht mal im Vollsuff.
Mit zitternder Hand griff ich zum Telefon und wählte Lauri Handy Nummer.
„ Hallo?“ ertönte es verschlafen am anderen Ende.
„Wieso tust du mir so was an?! Ich dachte du liebst mich?“ wimmerte ich in den Hörer. „ Liz, bist du das? Was ist denn passiert?“ „ Was passiert ist? Hast du die Nachrichten nicht gesehen? Wer verdammt noch mal ist die kleine blonde Tussi?“
„Hä? Was meinst du? Ich kapier es nicht.“ „ Hast du MTV? Geh doch einfach auf den Videotext, da steht es. Wie konntest du nur?“ wütend legte ich auf und presste mein Gesicht ins Kissen und weinte Hemmungslos.

Lauri machte verwirrt den Fernseher an. Aki der auch in seinem Zimmer schlief wurde wach: „Was machst du da? Kannst nicht pennen?“ „Liz hat angerufen. Sie klang ziemlich wütend und sagte was von wegen –wie konntest du nur- und ich soll auf dem Videotext alles nachlesen.“ Nervös schaltete er MTV ein und sah gleich die Zeilen. –Lauris Affäre- schnell las er den Text durch.
„Was fällt denen ein so was zu schreiben, dass stimmt doch nicht.“ Verzweifelt sah er Aki an und wartete auf Rat. „ Ruf sie an und sag ihr dass das nicht stimmt. Du warst die ganze Zeit mit uns unterwegs und da waren keine Frauen.“ Lauri nickte und wählte ihre Nummer.


Teil 15

Liz lag immer noch auf ihrem Bett und weinte. Ihr Telefon klingelte. Langsam nahm sie ab.
„ Hallo?“ Liz hörte Lauris Stimme.
„Hi, hast du es gelesen?“ fragte sie mit wackliger Stimme.
„Ja, aber das stimmt alles nicht. Du musst mir glauben.“
„Mein Herz glaubt dir, aber mein Verstand sagt, dass du auch nur ein Mann bist und ich weiss nicht was ich nun glauben soll.“
„ Ich war immer mit dem Jungs zusammen. Die werden dir sagen, dass das nicht sein kann. Ich liebe dich, ich könnt dir nie weh tun, dass weißt du doch“, Lauri klang verzweifelt, er wollte Liz nicht verlieren.
„Ich liebe dich auch, es tut nur so weh, solche Dinge zu hören oder zu sehen. Kann ich zu dir nach Deutschland kommen? Ich vermiss dich so sehr.“
„Klar, buch für morgen einen Flug nach Köln und sag mir wann du ankommst. Ich hol dich dann ab. Ich halts echt nicht ohne dich aus.“
„Und das ist wirklich ok? Ich mein für die Jungs und deinen Manager?“
„Ja, klar. Aki nickt auch fleissig neben mir.“
„Ok, dann bis morgen. Schlaf gut.“
„Ok, du auch.“
Beide legten auf. Liz loggte sich ins Internet ein und buchte einen Last Minute Flug.
Sie war immer noch ganz durcheinander und konnte nicht schlafen, also packte sie ihre Sachen. Nun war es 6 Uhr Morgens und sie entschied sich, bereits an den Flughafen zu fahren. Sie schrieb Hope noch kurz einen Brief:

Liebe Hope,

Mach dir keine Sorgen um mich. Bin bei Lauri in Deutschland, vermiss ihn einfach zu sehr. Ich meld mich wieder bei dir wenn ich angekommen bin. Sorry wenn ich dich mit dem Geschäft alleine lasse, sei mir nicht böse.

Hab dich lieb,

deine Liz

Sie nahm ihre Tasche und nahm den nächsten Bus zum Flughafen. Um 7 war sie nun dort und musste noch eine Stunde warten. Rasch schrieb sie Lauri noch eine SMS: Hallo Schatz, flieg nun um 8 ab und werde ca. um 11 Uhr in Köln ankommen.
Freu mich dich wieder zu sehen, hab dich lieb, Liz.
Gemütlich checke sie ein. Nur wenige Leute waren hier, und daher hatte sie keine Eile. Nach der Passkontrolle schlenderte sie durch die Shops. Sie kaufte sie noch ne Stange Zigaretten und einen Kaffee und setzte sie in die Raucherzone.
Etwa eine Halbe Stunde später konnte sie ins Flugzeug steigen.


Teil 16

Etwas unruhig sass sie im Flugzeug und wartete bis sie los flogen. Sie nahm ihren Discman und legte die Maroon 5 rein. Etwas entspannter durch die Musik lehnte sie mit dem Kopf am Fenster an und schloss ihre Augen.

2 Stunden später...

Durch ein Rütteln wurde sie wieder wach. Eine Stewardess sagte ihr dass sie in 5 Minuten landen würden. Die Nervosität stieg in ihr wieder an.
Als das Flugzeug stand schnappte sie sich schnell ihren Rucksack und verliess das Flugzeug. Zum Glück musste sie nicht mehr lange auf ihr Gepäck warten.
Gerade als sie ihre Tasche hob, vernahm sie eine Durchsage. Die musste von Lauri sein. Ich solle zum Ausgang B. Also machte ich mich auf den Weg dorthin.
Dort stand mein Schatz dann auch. Versteckt hinter einen Cap, Sonnenbrille und Kapuze. Er war so gut getarnt dass ich ihn fast selber nicht mehr erkannt habe.
„ Hi Schatz, wie geht es dir?“, fragte Lauri und nahm mich in den Arm. „Jetzt wieder gut“, antwortete ich und gab ihm einen Kuss.

Wir machten uns gemeinsam auf den Weg in Hotel. Lauri gab mir im Taxi ein Sweatshirt und sagte ich soll es anziehen und wenn wir aussteigen die Kapuze ins Gesicht ziehen. Ich verstand zwar nicht wieso aber ich tat es.
Vor dem Hotel angekommen verstand ich ihn dann. Da stand eine riesige Gruppe Fotographen und Groupies, welche laut zeigten, dass sie voll durch sind. Lauri nahm die Taschen und zog mich dann hinter sich ins Hotel. Die Fans drehten förmlich durch und durchbrachen die Absperrung. Nun hatte ich ein echtes Problem. Denn umzingelt von Irren fühl ich mich nicht gerade wohl.
Sie rissen an meinem Sweater und die Kapuze fiel von meinem Kopf. Das Geblitze der Fotographen tat in meinen Augen weh. Willenlos liess ich mich von Lauri ins Hotel bringen.

Die Schlagzeile am nächsten Tag waren auch nicht besser.



Teil 17

Die harmlosesten waren dass ich Lauris Schwester bin, aber das war ziemlich klar, da ich ihn ja ähnlich sehe. Jedoch andere waren da ziemlich unter der Gürtellinie. Von wegen jede Nacht einen anderen Groupie ec...
Ich hätte nie gedacht, dass mir jemand den ich nicht kenne so weh tun konnte, die doch die Medien taten das.
Ich verbrachte noch den Rest der Tour mit den Jungs. Nun am letzten Tag stand noch ein Interview vor uns und die Show und dann konnten wir endlich nach Hause. Ich wusste ich konnte Lauri nun vertrauen, denn er hatte wirklich nur Augen für mich und sonst für keine andere.
Das Interview stand nun an und sass auch einen Sessel im selben Raum.
Die Journalistin fragte den grössten Mist, als hätten die nix besseres zu tun.
„So und nun Lauri sei ehrlich, wer ist die Unbekannte wirklich?“ fragte die Kuh. „ Ist die doof erkennt nicht mal, dass ich hier bin!“ dachte ich mir.
Lauri sah zu erst geschockt aus, begann aber dann zu grinsen und winkte mich zu sich. Etwas erstaunt ging ich auf ihn zu. Er nahm meine Hand und zog mich zu sich. Nun sass ich auf seinem Schoss und kuckte wie ein Auto. „ Das hier ist die Unbekannte, sie heisst Liz und ist meine Verlobte“, grinste Lauri stolz. Mein Herz blieb stehen, hatte er es eben offen zu gegeben?
Die Journalistin sah mich etwas verwirrt an. Wollte aber zum Glück keine Details von mir. Kurz darauf brachen sie das Interview ab.

Das Konzert war ebenfalls der Hammer, genau wie die letzten paar Mal. Die Jungs gaben wieder mal alles.


Teil 18

Weil es der letzte Abend war, war natürlich nun Party angesagt. In der Nähe unseres Hotels war ein Club, der anscheinend sehr gut sein soll. Gemütlich setzte wir uns auf eine Bank ganz hinten im Raum, damit uns nicht gleich jeder erkannte.
Wir hatten viel Spass und lachten eben so viel und je mehr getrunken wurde, desto lustiger wurde es.
Doch was nach meinem 6 Drink passiert ist, an das kann ich mich nur noch wage erinnern. Irgendwie war ich doch früher viel trinkfester, oder täuschte ich mich da?
Ich weiss nur noch dass mir plötzlich ziemlich übel wurde und ich auf den Hoteltoilette aufgewacht bin, als Lauri mir gerade einen Kübel voll kaltem Wasser über den Kopf goss.
Nach der kalten Dusche und einem starken Kaffee fühlte ich mich wieder besser.
Nackt und mit nassen Haaren legte ich mich zu Lauri ins Bett. Wie konnte der bloss mehr trinken als ich?, ging es mir durch den Kopf. Doch sofort wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Lauri küsste mich leidenschaftlich und ich fühlte wie seine Hand zwischen meine Beine glitt.
Ich entspannte mich und genoss seine Berührungen. Ich spürte wie erregt er war und wie seine Erregung auf mich über ging.
Vorsichtig drang er in mich ein und bewegte sich rhythmisch. Ich fühlte seinen heißen Atem auf meiner brennenden Haut.
Ich vergaß alles um mich herum und begab mich erst in die Realität zurück, als ich spürte wie er in mir kam.
Erschöpft liegen wir nebeneinander und atmen schwer. Vom Alkohol beruhigt schlief er schnell ein. Ich stütze meine Kopf mit meinen Händen und beobachtete ihn beim schlafen. Er schien zu lächeln. Zärtlich küsste ich seine Lippen und kuschelte mich an ihn. Müde schloss ich meine Augen und schlief auch bald ein.

Teil 19

Ein Wecker riss mich aus meinen Träumen. Ich schreckte hoch und schlug danach, aber traf nur Lauri. Der Arme grummelte etwas und schlief weiter.
Ich beugte mich über ihn und machte denn Wecker aus, gab meinem Schatz einen Kuss auf die Stirn und ging unter die Dusche.

Frisch geduscht und putzmunter sprang ich auf das Bett und liess das Wasser von meinen Haaren in Lauris Gesicht tropfen. Etwas mürrisch öffnete er die Augen. Seine Haare standen in alle Richtungen ab. „Weißt du, dass du morgens wie ein kleiner knuffiger Hamster aussiehst?“ fragte ich mit einem fiesen Grinsen im Gesicht.
Das konnte natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Rasch packte er mich und kitzelte mich durch. Tränen liefen mir über mein rotes Gesicht. „Aufhören bitte! Ich sterbe“, kicherte ich. Endlich liess er von mir ab und ging ins Bad. Fertig angezogen wartete ich auf ihn, packte bereits das meiste. „Mein Gott, was machst wieder so lange?“ „Lass mich, meine Haare.“ Laut prustete ich los. „Du bist schlimmer als jede Tussi. Was willst du anziehen, dann pack ich dein Zeug eben auch schon.“ „Ich hab die Kleider hier die ich brauch, den Rest kannst du einpacken.“ Ich drehte mich um und starrte entsetzt auf den riesigen Kleiderhaufen neben Lauris Schrank. Gelangweilt lief ich zum K2 der Klamottenberge und begann sie zu falten und einzupacken.
20 Minuten später war ich fertig und Lauri kam frisch gestylt aus dem Bad.
Er gab mir einen zarten Kuss auf den Mund. „Danke, dass du so viel Geduld mit mir hast.“ „Ich liebe dich eben, aber lass mich nicht immer alt und grau werden, bevor du mit deinen Haaren fertig bist, ausserdem zerknittern die beim reisen eh wieder.“
Fröhlich und ein bisschen besserwisserisch grinste ich ihn an.

Teil 20

Als wirklich alles fertig gepackt war, machten wir uns auf den weg in die Eingangshalle, stellten unser Gepäck zu den anderen und liessen uns zum Buffet schleppen. Naja wenn Pauli aufs Essen warten muss, kanns schon mal passieren dass er einem packt und zum Buffet schleppt, Hauptsache er musste nicht mehr länger warten. Gemütlich stopften wir Brötchen in uns und tranken Kaffee. Alle waren entspannt und konnten es kaum erwarten endlich nach Hause zu kommen.
Vollgefressen rollten wir in den Bus und machten es uns auf den Sofas gemütlich. Ich kramte nach meinem Buch im Gepäck. Gemütlich lehnte ich mich zurück und begann zu lesen.
Die Jungs schliefen bald alle wieder bis auf Lauri der etwas zu viel Kaffe getrunken hatte, für meinen Geschmack. Etwas hyperaktiv setzte er sich hinter mich und begann meine Haare zu flechten. „Was machst du da?“, fragte ich etwas genervt. „Ich style deine Haare etwas, damit die nicht immer so lahm runterhängen“, grinst Lauri. Ich musste auch Lachen und liess ihn machen. Es kitzelte ziemlich doll und darum konnte ich mich kaum aufs lesen konsentrieren.
Ich legte das Buch auf das Tischen, schloss meine Augen und genoss das an mir rumhantieren.
„Darf ich etwas besonderes mit deinen Haaren machen, ohne dass du vorher kuckst?“, fragte Lauri scheinheilig. Ich lachte sarkastisch:“ Klaro, dass ich aussehe wie du, mein kleiner Freak.“ Böse kuckte er mich an und versuchte zu schmollen, was aber eh immer in einem Lachanfall endete.
Er verband mir die Augen und ich fühlte wie er die Haare bürstete. Danach begann er mit seinem Werk.
Ich war so neugierig was er wohl machen würde, doch jeder versuch in den Spiegel zu kucken wurde von ihm vereitelt. Etwas gelangweilt sass ich da. 2 Stunden rumsitzen war einfach nicht mein Ding.
„Ab unter die Dusche“, grinste Lauri. „Wie Dusche?“ „Haare waschen“, grinste er noch breiter. Nein, dass konnte nicht sein. Ich wollte schon zum Spiegel gehen doch Lauri schubste mich in die Dusche und liess das Wasser laufen. Ich schloss meine Augen und liess ihn weiter werken.
Danach musste ich mich erst Mal umziehen. Mit trockenen Klamotten setzte ich mich wieder aufs Sofa. Er begann meine Haare zu Kordeln oder so zu drehen und fixierte sie mit seinem extra halt Haargel. „So fertig aber noch nicht kucken.“ Er stand auf und holte die Jungs, welche mich geschockt ansahen. Aki begann als erstes zu lachen und die zwei anderen stimmten mit ein. Ich fühlte bereits wie mir die Tränen in die Augen stiegen. „Was habt ihr denn? Ich finds super“, grinste Lauri“, jetzt bist du meine Traumfrau.“ Wütend sah ich ihn an und ging dann zum Spiegel. Schreiend rannte ich zurück und Lauri rannte aus dem Bus der gerade auf einer Raststätte geparkt hatte. Auf der Wiese holte ich ihn dann ein und versuchte ihm den Hals um zu drehen.
„Bitte nicht, liebst du mich denn nicht mehr?“, fragte er scheinheilig. „Ich bring dich um. Wegen dir seh ich aus wie ne Transe.“ Lauri lachte sich immer noch kringelig, doch ich begann zu weinen und lief in den Bus. Dort kroch ich unter die Decke und schmollte. Wie konnte er nur so was tun.
Lauri stand wie ein begossener Pudel vor dem Bus und verstand die Welt nicht mehr. Er wollte ihr doch nur eine Freude machen und er mochte es auch. Aki hatte immer noch einen ganz roten Kopf vor Lachen. „Was hast du bloss mit deiner Freundin gemacht. Die wird dir dass nie mehr verzeihen“, grinste er. „Halt die Klappe, Aki“, schrie Lauri und ging auch in den Bus. Vorsichtig begab er sich zu seinem Engel. „Es tut mir Leid, wenn es dir nicht gefällt, aber ich finds echt schön“, versuchte er sich zu entschuldigen. Liz stand auf und ging an ihm vorbei. Lauri liess sich auf den Boden sinken. Genau in diesem Moment drehte sie sich um, rannte zu ihm, sprang auf ihn und schrie:“ Reingelegt!“
Lachend wälzten sie sich am Boden.
Eero betrachtete die ganze Situation mit hochgezogener Augenbraue.
Liz gewöhnte sich schnell and die roten und pinkigen Strählen in ihren nun schwarzen Haaren. Und wenn man sie zu Kordeln drehte, sahs eigentlich fast cool aus.

Teil 21

„Endlich Zuhause“, schrie Lauri und rannte zur Wohnung hoch. Manchmal war er wirklich mehr ein überdrehter kleiner Junge als ein Rockstar. Grinsend ging ich hinter ihm her. Als ich nach ihm den Wohnungseingang hatte, lag seine Tasche im Gang, die Schuhe zerstreut daneben und er lag gemütlich auf dem Sofa und machte keine Anstalten aufzustehen und mir mit tragen zu helfen.
„Schatz??“, fragte er zuckersüss, wie jedes Mal wenn er was wollte. Skeptisch sah ich ihn an. „Kannst du mir was zu essen machen? Und ein Bier wäre auch nicht schlecht“, grinste er. Böse kuckte ich ihn an, warf ihm das Telefon zu und sagte: „ Beim Pizza Kurier kannst du selber anrufen und wenn du trinken willst, kannst dein Bier auch selber holen.“ Erstaunt und etwas erschrocken sah er mich mit grossen Augen an. „ Was ist mit dir?“ „Ach nichts. Hab einfach schlechte Laune. Ausserdem bin ich doch nicht dein Sklave.“ „Tut mir Leid.“ Beleidigt sah er zu Boden. „Ist ok, es ist nur, dass meine Mutter mich auch immer so rumgeschubst hat, von wegen Bier holen. Ich will das nie mehr. Ich wollte wirklich nicht gemein sein.“ Lauri setzte sich neben mich und legte den Arm um meine Schultern. „Tut mir auch Leid, ich hab einfach wieder vergessen, wie schwer dein Leben war. Lass uns etwas spazieren gehen“, sagte er und zog mich an der Hand hoch.
Gemütlich liefen wir Hand in Hand durch die Stadt. Am Hafen setzten wir uns auf eine Bank. Ganz nahe an ihn gekuschelt schaute ich auf das Meer hinaus. Die Sonne ging langsam unter, glitzerte rot auf dem Wasser. Zärtlich strich Lauri über meinen Handrücken.
„Bist du glücklich?“, fragt er plötzlich. Ungläubig sah ich ihn an. „Wie kam er jetzt bloss auf diese Frage“, dachte ich mir. „Ja, bin ich. Wieso fragst du?“ „Nur weil du manchmal so traurig wirkst. Eben anders als ich dich getroffen habe.“ Verwirrt sah ich ihn an: „Brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich bin super glücklich mit dir. Ich brauch nur dich und nicht mehr.“

Traurig sah er mich an, als würde ihn etwas bedrücken. „Was kuckst du so traurig?“
„Hast du nie daran gedacht wie es wohl wäre, wenn wir das Kind nicht verloren hätten?“ Ich traute meinen Ohren nicht. „Manchmal ja, aber wiederum wenn wir jetzt kein Kind haben, kann ich noch mit auf Tour kommen. Ausserdem haben wir och genug Zeit.“ Er nickte stumm und sah wieder aufs Meer hinaus.


Teil 22

Abends als wir zurück kamen, sassen wir noch etwas auf dem Sofa. „ Wie bist du wieder auf dieses Thema gekommen?“, fragte ich und starrte zu Boden. „ Es lässt mich nicht los. Ich muss jeden Tag daran denken. Es macht mich kaputt.“ Erschrocken sah ich ihn an: „Wieso hast du nie mit mir darüber gesprochen?“ „Ich wollte dich nicht belasten.“ „Tust du doch nicht. Ich bin doch für dich da.“ Traurig lehnt er seinen Kopf an meine Schulter. Tränen laufen über sein Gesicht. Ich schliesse meine Arme um ihn, halte ihn nahe an mich gedrückt.
Als er sich nach einer Weile wieder beruhigt hatte gingen wir zu Bett. Er schlief vor Erschöpfung gleich ein.
Lange lag ich wach und kam zu einem Entschluss......

Teil 23

„Guten Morgen Schatzi“, hörte ich Lauri grummeln. Müde grinste ich ihm entgegen. „Hast du gut geschlafen?“, fragte ich. Er nickte und strich mir über meine Wange. „Warte hier ich habe eine Idee“, grinste er und verschwand im Bad. 15 Minuten später kam er wieder hinaus und schleppte mich hinter sich ins Bad. Er hatte die Badewanne gefüllt und liess sich nun gemütlich ins warme Wasser plumpsen. Ich wusste jetzt schon wer das Wasser wieder aufwischen durfte – ich! Ich zog mich aus und setzte mich zu ihm. Eines war sicher, wenn wir uns mal ein eigenes Häuschen kaufen gibt’s ne extra grosse Wanne, ich hasse Beine einziehen. Entspannt vom warmen Wasser lehnte ich mich an Lauri. Dieser konnte es sich wieder mal nicht verkneifen mir ne Ladung Schaum auf den Kopf zu klatschen. Nur diesmal bekam er die doppelte Packung zurück. Irgendwie sieht er süss aus, so eingeschäumt. Ich konnte mich kaum noch halten vor Lachen und diese Chance nutzte er und tauchte mein Gesicht ins Wasser. Körperlich war ich ihm klar unterlegen, deshalb versuchte ich erst gar nicht ihn zu tauchen, ich wollte ja nicht ertränkt werden.

Eine Stunde später lagen wir total verschrumpelt und klitsch nass auf dem Bett.
„Ich hab da so eine Idee, aber ich weiss nicht was du davon hältst“, sagte Lauri nachdenklich.
„Erzähl, was hast du jetzt wieder vor:“
„Was hältst davon..... wenn... wenn wir uns ein Haus kaufen?“
Mit offnem Mund starrte ich ihn an. „Toll...“, strahlte ich.
Zärtlich küsste ich ihn und knuddelte ihn danach ganz doll.

Teil 24

Lauris Sicht

„Das ist es“, dachte ich mir und rannte ins Schlafzimmer. Liz schlief noch seelenruhig, aber ich musste es ihr zeigen. „Schatz, aufwachen!!“ Murrend drehte sie sich zu mir. „Bist du irre mich so zu erschrecken?“ „Nein, ja, ach scheiss egal. Ich hab was!“ Verwirrt kuckt sie mich an.
„Hier“, sagte ich streckte ihr die Zeitung hin. „Ein Haus am Waldrand, ganz Nahe am Hafen, es ist perfekt für uns“, sagte ich. Mit grossen Augen sah sie mich an. „Ruf an und frag mal ob wir es ansehen können und ich geh mal ne Runde ins Bad.“
Ich ging sofort zum Telefon und rief an. Noch heute Nachmittag konnten wir vorbei gehen. Endlich hatten wir die Chance normal zusammen zu leben, ohne dass Liz immer nach Hause musste um frische Kleider zu holen.
Strahlend kam Liz aus dem Bad: „Und wann können wirs ansehen?“ „Heute Nachmittag, genau gesagt in 2 Stunden. Hast du Lust im Café zu frühstücken und dann zum Haus spazieren? Es ist echt nicht weit.“ „Ok, klingt toll“, sagte sie und zog sich an. „So schnell war sie noch nie angezogen“, dachte ich mir und musste lachen.
Gemütlich sassen wir im kleinen Café am Hafen und assen Croissants und tranken Kaffee. Unruhig sass ich da, ich konnte es kaum erwarten, endlich das Haus zu sehen. In meinen Gedanken malte ich mir aus wie es wohl wäre mit Liz alt zu werden. Die Vorstellung fand ich einfach toll.
„Erde an Lauri, Hallo?“ Liz’s Stimme riss mich aus meinen Gedanken. „Ja?“
„Was ist mit dir, du bist so abwesend?“ „Nichts, alles ist so wies sein soll,“ grinste ich.
„Es ist Zeit wir müssen los“, sagte sie und zog mich freudig hinter sich her.

Teil 25

„Weißt du überhaupt wos hingeht?“, fragte ich sie. „Hmm nö, aber du“, grinste sie mich an. Ich lächelte sie lieb an und liess mich weiterziehen. Rasch hatten wir das Haus gefunden, was eher einer Villa glich. Ganz in weiss, mit einem riesen Garten. Die Zimmer waren gross und hell, alles war perfekt für uns. Mit strahlenden Augen sah mich Liz an und ich wusste sie würde sich hier wohl fühlen.
Der Makler und ich einigten uns schnell auf ein Angebot und schon bald würde uns das Haus gehören. Um den Kauf zu feiern, machten wir es uns zu Hause gemütlich, assen schön und Ich verwöhnte meinen Schatz mit einer Massage. Ich wusste, dass sie das liebte. Plötzlich stand sie auf und lächelte mir lieb zu. Sanft griff sie nach meiner Hand und zog mich hinter sich ins Schlafzimmer.
Zärtlich küsste sie meinen Nacken, strich über meinen Bauch. Ihre Küsse machten mich immer wahnsinnig, dieses Kribbeln in meinem ganzen Körper. Ich griff in ihre Haare und küsste sie leidenschaftlich, wollte sie spüren. Langsam zog ich ihr das Shirt aus, strich über ihren Bauch und küsste ihren Oberkörper.
Ich wollte sie, mein ein und alles.

Liz Sicht

Ich liebte seine brennenden Küsse auf meiner Haut, wie er es fertig brachte, meinen Verstand auszuschalten. Nichts anderes als seine Berührungen nahm ich nun wahr. Ich wusste nur, dass ich ihn heute Abend zum glücklichsten Mann machen wollte.
Vorsichtig zog ich ihm seine Hosen aus, dann mich bis aus die Unterwäsche. Verführerisch kroch ich zu ihm aufs Bett, küsste seinen Bauchnabel und wanderte langsam aufwärts bis ich ihn zärtlich auf den Mund küssten konnte. Wir küssten uns immer leidenschaftlicher, bis sich unsere Körper verschmolzen hatten......

Teil 26

2 Wochen später...

„Vorsicht!“, rief Liz, doch zu spät. Ein riesiger Klecks roter Farbe klebte in Lauris Haaren, der Liz wütend an sah. Verlegen grinste Liz Lauri an und versuchte noch wegzurennen, doch Lauri packte sie blitzschnell und klatschte ihr die gleiche Farbe ins Haar.
„Immer auf die kleinen was!“, scherzte sie. „Klar, und wenn du nicht aufpasst gibt’s noch etwas blau dazu.“
Liz überlegte angestrengt, was auch Lauri auffiel. „Hast du was? Du bist so abwesend seit gestern.“
„Ich überleg nur, wie wir die Kinderzimmer streichen sollen.“ Lauri sah sie von der Seite an. „Das hat doch noch Zeit, also zerbrich dir deinen Kopf nicht.“ „Lange Zeit? Sind 9 Monate lange?“, grinste Liz frech und hoffte dass Lauri den Wink verstand. „Du..du..bist.. wir werden Eltern? Ich werd Papa?“
Liz konnte sich ihr Lachen nicht verkneifen. „Ja du wirst Papa. Ich hoffe du willst immer noch ein Kind.“ Lauri war sprachlos und hielt Liz einfach nur fest in seinen Armen.
Natürlich konnte Lauri es nicht für sich behalten, also rief er gleich seine Freunde an. Vor Stolz strahlend stand er mit seinem Handy in der Hand da und quasselte wie ein Wasserfall auf sein Gegenüber ein. Natürlich musste das gefeiert werden, also beschlossen wir ein kleine Party in unserer alten Wohnung zu machen.

Teil 27

Zuhause:

Es klingelte an der Tür. Voller Vorfreude öffnete Lauri dir und empfing seine breitgrinsenden Freunde. Gemütlich sassen alle auf unserer Couch als ich mit den Snacks im Wohnzimmer eintraf.
Etwas erschöpft von dem langen Tag , liess ich mich aufs Sofa plumpsen. Lauri strich mir sanft über den Rücken und gab mir ein Glas Cola. Dankend lächelte ich ihn an.
„Wie geht es dir?“, fragte Eero und grinste noch immer breit. „Gut, wieso? Ich bin nur müde von dem ganzen Streichen.“ „ Ach nur so, weil ich gelesen habe, dass schwangere Frauen immer gereizt seien und sich übergeben müssen.“ Laut lachte ich los: „ Ich bin doch erst seit 2 Wochen schwanger und übergeben muss ich mich zum Glück nicht.“ Gemütlich mampfte ich ein paar Mini-Pizzas und trank meine Cola, während sich die Männerfront wieder über Musik unterhielten. Tja, das war der Preis den man zahlen musste, wenn man mit einem Musiker zusammen war.
Der Abend verlief weiterhin entspannt und wir lachten viel. Die Jungs versprachen uns ebenfalls morgen beim restlichen Streichen zu helfen.
Um 2 Uhr morgens torkelte ich schlaftrunken in unser Schlafzimmer und liess mich neben Lauri ins Bett fallen. Sanft legte er seine Arme um meinen Körper und küsste mich auf die Stirn.
„Du hast es geplant, stimmts?“ Verwirrt sah ich ihn an: „ Was meinst du?“ „ Die Schwangerschaft. Ich weiss doch, dass du die Pille genommen hast, und das jedesmal genau.“ Ich fühlte wie ich rot wurde, er hatte mich tatsächlich erwischt. „Du hast gesagt du vermisst unser Kind und wünscht dir eins und ich wollte auch eins und fühlte mich bereit. Ich liebe dich über alles.“ Die letzten Worte flüsterte ich in sein Ohr und küsste ihn zärtlich. Lauri zog mich vorsichtig auf sich, kniff mich in meinen Hintern und presste ihn näher an seinen Unterleib. Ich spürte wie sich etwas regte, was mich noch schärfer machte. Wie ein kleines Kätzchen leckte ich über seine Lippen bis er mir Einlass gewährte. Seine Hände wanderten über meinen Rücken und zogen mir mein Schlafkleidchen aus. Wir drehten uns um, so dass er über mir lag. Seine Augen strahlten mich voller Liebe an. Vorsichtig drang er in mich ein und wir liebten uns die ganze Nacht....


Teil 28

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich alleine. Etwas verwirrt sah ich mich um. „Wohl ist den der Schlingel schon wieder hin?“, fragte ich mich. Müde tapste ich ins Bad und machte mich frisch. Rasch zog ich meinen Morgenmantel an und schlich in der Hoffnung Lauri zu finden, ins Wohnzimmer. Dort stand aber nur der gedeckte Tisch, eine Kanne Kaffee und ein kleiner Zettel. Das Gekritzel entpuppte sich als Briefchen für mich. Mit zusammengepressten Augenlidern versuchte ich es angestrengt zu entziffern. „ Guten Morgen Engel, Ich bin schon in unserem Haus am streichen mit den Jungs. Entspann dich ein bisschen und lass dir das Frühstück schmecken. Kuss Lauri“.
„Süss, wie er sich um mich kümmert. Ob ich den Kaffee überhaupt noch trinken durfte?“, dachte ich und machte mir zur Sicherheit eine warme Schokolade.
Voll gefressen liess ich mich wieder aufs Bett fallen und überlegte was ich heute noch alles machen müsste. „Den neuen Teppich kaufen, Vorhangstoff aussuchen, also genau gesagt – IKEA-Shopping.“ Noch etwas schlapp von gestern rappelte ich mich auf und suchte frische Klamotten aus den Kasten aus. Eine bequeme Jeans, T-Shirt… und zu letzt noch die Haare zusammen binden – fertig!“ Rasch rief ich noch bei Hope an. Sie wollte eh noch neue Deko für das Tattoostudio kaufen.

10 Minuten später klingelte es auch schon an der Türe und Hope knuddelte mich erstmal richtig durch. „ Hi Süsse, wie geht’s dir heute?“ „ Gut, aber ich bin noch ein bisschen müde“, grinste ich sie an. Grinsend stieg sie in ihr Auto ein.

Es tat richtig gut wieder einmal zu Quatschen ohne dass man von den Jungs ausgelacht wurde, von wegen Hühnern die Gackern.
Nach 4 Stunden Marathonshopping verliessen wir die IKEA und machten uns auf den Weg zu den Jungs um noch mit zu helfen.

Bei den Jungs

Das Haus war gestrichen und nun sassen die Helden des Tages auf der Terrasse und gönnten sich ein Bier. „Vielen Dank für eure Hilfe Jungs, ohne euch hätte ich es nie so schnell hingekriegt“, strahlte Lauri und stiess mit seinen Freunden an.
Im selben Moment bog ein Auto in die Auffahrt ein, das als Hope’s kleiner gelber Beetle entpuppte. Als der kleine Flitzer stoppte, sprang Lauri auf und ging rasch zu Liz. „Hi Schatz, wie geht’s dir? Ich hab dich vermisst“, nuschelte er ihr ins Ohr und küsste sie anschliessend zärtlich. Sanft legte sie ihre Arme um seine Hüfte und drückte sich an ihn. „Hab dich auch vermisst und vielen Dank fürs Frühstück, dafür bekommst du was schönes heute Abend.“ Grinsend nahm ich ihn an der Hand und führte ihn zum Kofferraum. „Aber zuerst müsst ihr Männer mir noch helfen alles in die Garage zu tragen“, grinste ich und zeigte auf das neugekaufte.
Murrend kamen auch die restlichen „Helden“ angewatschelt und jammerten was von Sklaven und Schwangeren und ihre Hormone. Sie sahen echt zum schiessen aus, wie kleine Kindergartenkinder die nicht mehr draussen spielen durften.

Teil 29

8 Monate später….

Alles war perfekt eingerichtet. Seit 3 Wochen lebten wir in unserem neuen Haus. Lauri und die Jungs machten nun Pause, denn bald würde unser Kind kommen. Ich konnte es kaum erwarten. Nicht nur weil ich bereits so fett war, dass ich meine eigenen Füsse nicht mehr sehen konnte. Gemütlich aneinander gekuschelt sassen wir auf dem Sofa und sahen uns DVDs an. Auch wenn es langweilig klingt, ich liebte es einfach so rumzugammeln. Lauri streichelte mir sanft über den Bauch. „Ich liebe dich so sehr und ich kanns kaum erwarten unseren Neuankömmling zu begrüssen“, flüsterte er in mein Ohr und küsste meinen Hals zärtlich. „Ich liebe dich auch und ich bin mir sicher du wirst der beste Papi der Welt.“ Verliebt kuschelte ich mich noch ein bisschen mehr an Lauri.
Ich liebte diesen Mann über alles und ich war mir sicher mit ihm ein wundervolles Leben zu haben.

Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Mein Bauch tat höllisch weh. Lauri sah mich unsicher an. „Lauri, es ist Zeit zu gehen“, sagte ich unsicher. Er verstand und lief ins Schlafzimmer, nahm die gepackte Tasche und stützte mich ab um ins Auto zu steigen. Solche Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben und ich war mir nicht mehr so sicher, ob das alles normal war. Tat es immer so weh?
„Schatz. Bitte fahr schneller, ich krepier hier noch!“, schrie ich und krallte mich am Sitz fest. Tränen liefen über meine heissen, brennenden Wangen.

Lauris Sicht:

Liz schrie sich die Seele aus dem Leib. Langsam machte ich mir echt Sorgen. Ich betete innerlich leise für mich, dass alles gut gehen würde. Ich wollte sie nicht verlieren und unser Kind auch nicht. In den letzten Nächten wurde ich von meinen Träumen genug gequält. Ich hatte schreckliche Angst um sie. Nach 10 Minuten Fahrt kamen wir im Krankenhaus an. Liz wurde direkt in den OP gefahren und ich musste draussen bleiben. Meine Nerven hielten das alles nicht mehr aus, also ging ich zum nächsten Telefon und rief Eero an. Er war mein Ruhepol und würde mir sicher helfen.
Ich setzte mich wieder auf den Stuhl im Flur und wartete. Wieso durfte ich nicht mit, ich wollte doch meinem Engel helfen und dabei sein, wenn unser kleiner Engel auf die Welt kam.
Jemand riss mich aus meinen Gedanken, es war Eero der sich neben mich setzte.
„Alles klar Kleiner?“, fragte er. „Weiss nicht. Niemand sagt mir was und die lassen mich nicht zu ihr.“
Eero seufzte auf. „Es wird bestimmt alles ok sein.“ Irgendwie klang es als würde er selber nicht glauben was er da sagt.
„Ich hab einfach Angst, dass alles wieder schief geht. Jedes Mal wenn ich glücklich bin, passiert etwas.“ „Mach dich nicht verrückt. Ich bin sicher, dass alles gut gehen wird. Die haben die besten Ärzte hier.“
Kam hatte Eero zu ende gesprochen, ging die OP-Tür auf und ein Arzt kam heraus.
„Sind sie Herr Ylönen?“ Ich nickte unsicher. „ Wir mussten ihre Verlobte notfallmässig operieren. Ihrem Kind geht es ausgesprochen gut. Sie können es in ein paar Minuten besuchen. Um ihre Verlobte machen wir und allerdings Sorgen. Sie hat sehr viel Blut verloren und liegt zurzeit noch in einem künstlichen Koma. Wir denken aber, dass sich in den nächsten 24 Stunden ihr Zustand verbessern wird. Sie ist sehr stark. Jede andere Frau hätte die Fahrt hierher nicht überlebt.“ Lauri sass mit offenem Mund da:“ Kann ich meine Frau auch besuchen?“ „Erst morgen früh. Sie muss sich jetzt ausruhen. Aber ich kann sie zu dem Zimmer ihrer kleinen Tochter führen. Ich werde für sie ein Bett einrichten lassen, falls sie hier bleiben wollen.“ Lauri nickte und folgte den Arzt. Eero stütze seinen Freund, denn Lauri schien etwas unsicher auf den Beinen zu sein. Die ganze Situation war wohl zu viel für ihn.

Teil 30

Der Arzt öffnete die Tür. In einem kleinen Bettchen lag Lauris Töchterchen. Müde strahlte sie ihren Papa an und lächelte verschmitzt. Lauri lief eine Träne über die Wange und strahlte glücklich sein Geschenk an. Zärtlich strich er über die Wange: „ Hallo mein Engelchen, schön dich endlich zu sehen“, flüsterte er ihr zu. „Sie ist zuckersüss“, meinte Eero und klopfte stolz auf Lauris Schulter. „Ja, ist sie. Und sie hat das Selbe Lächeln wie Liz.“ Etwas traurig sah er die Kleine an. „Es wird alles wieder gut, bestimmt.“ Eero versuchte seinen Freund aufzumuntern. Eine Krankenschwester betrat den Raum: „ Entschuldigen Sie Herr Ylönen, ich mache nur kurz ihr Bett bereit und falls Sie noch etwas brauchen, ich werde heute an der Zentrale dienst haben“, meinte sie freundlich. „Danke“, meinte Lauri kurz und sah wieder zu seinem Engel. „Wollen Sie ihre Tochter halten? In ein paar Minuten bekommt sie ihre Flasche, dann können Sie schon mal üben“, meinte die Schwester und hob die kleine aus ihrem Bettchen. “Setzten Sie sich auf den Stuhl, ich lege sie dann in ihre Arme.“ Lauri setzte sich und hielt seine Arme bereit. „Nicht so verspannt, sie fällt nicht runter. Stützen Sie nur ihr Köpfchen.“ Lauri hielt sich an das Gesagte und hielt stolz seine Tochter. Die Schwester verliess den Raum um die Flasche zu holen. „Und wie ist es Papi zu sein?“, fragte Eero grinsend. „Wunderschön, ich hätte nie gedacht, dass ich mal so ein hübsches Baby haben werde. Sie ist einfach süss, und schreit nicht so,“ meinte er stolz. „Tja, die weiss eben, dass der Papi genügend Kreischies hat und will deine Ohren schonen“, grinste Eero zurück. Die Schwester kam zurück und erklärte wie Lauri die kleine füttern musste. Lächelnd sass er dort und sah seinem Goldschatz beim trinken zu.
„Haben Sie schon einen Namen für sie?“, fragte die Schwester. „Nova, neuer Stern“, sagte Lauri leise. Er mochte den Namen und Liz würde ihn sicher auch mögen. Irgendwie konnten sie sich nie einigen und so beschlossen sie, sich zu erst das Baby anzusehen und dann den passesten Namen zu nehmen.

Teil 31

Liz Sicht

Der Sand unter meinen Füssen war angenehm warm. Die Sonnen ging gerade unter und Lauri hielt mich zärtlich in seinen Armen. Sanft fühlte ich wie seine Lippen meinen Hals berührten. Seine zarten Lippen küssten mich sanft. „Ich liebe dich und möchte nie wieder ohne dich leben müssen. Verlass mich nie“, flüsterte er in mein Ohr. Langsam lösten wir uns voneinander. Aus Schreck erstarrte ich förmlich. Lauri weinte. Blut lief in Tränen über sein Gesicht. „Verlass mich nicht, kämpf dagegen, flüsterte er und verblasste langsam.
Das Piepsen um mich herum machte mir Angst. Ich riss die Augen auf und um mich herum standen viele Ärzte. Ich wollte schreien, doch in meinem Hals war ein Schlauch. Ich wurde zurück in das Bett gedrückt und jemand sprach auf mich ein. Der schlauch wurde entfernt und beruhigte mich langsam.
„Was ist passiert?“, fragte ich verwirrt. „Sie haben ihr Kind bekommen. Es geht ihrer Tochter gut und ihr Verlobter ist bei ihr. Sie sind auch wieder stabil, aber wir möchten sie noch einige Tage hier behalten.“ „Kann ich zu meiner Tochter und zu Lauri, bitte“, flehte ich den Arzt an. Er nickte zustimmend und lächelte mich fast etwas mit väterlicher Zuneigung an. Mein Bett wurde gelöscht und sie karten mich in Lauris Zimmer. Erstaunt sah er mich an. Er sah so süss aus mit unserer Kleinen auf dem Arm.

Lauris Sicht

Plötzlich ging die Türe auf und ich traute meinen Augen fast nicht – Liz war wach!
Sie wurde direkt neben mich geschoben, so dass wir eine Art Doppelbett hatten. Stolz legte ich ihr unsere Tochter in den Arm. „ Sie sieht aus wie du.“ „Hast du dir schon einen Namen ausgesucht?“, fragte sie mich neugierig. „Ja, ich hoffe du magst ihn. Nova – neuer Stern.“ „ Er ist wunderschön. Und sie strahlt ja auch wie ein kleiner Stern.“ Sanft lächelte sie mich an und gab mir einen Kuss.

Etwas später legte ich die Kleine in das Babybettchen und legte mich zu Liz. Zärtlich strich ich ihr über ihre zart rosanen Wangen. Sie schlief tief und fest und schien glücklich zu lächeln.
„ich liebe dich“, flüsterte ich ihr ins Ohr und legte mich neben ihr schlafen.

Teil 32

Liz Sicht:

Bald war ich wieder gesund und konnte auch wieder nach Hause. Lauri hatte mich abgeholt und wir fuhren auch direkt nach Hause. Ich war froh, dass er keine grosse Party organisierte, denn ich wollte ihn nun nur für mich alleine haben und unsere eigene kleine Familie geniessen. Gemütlich kuschelte ich mich an Lauri, der bereits auf dem Sofa auf mich wartete bis ich mit dem Stillen fertig war. „Ich bin so froh dich wieder bei mir zu haben“, sagte es sanft und strich mir über meine Wange. „Ich auch. Aber ohne dich würde es mich nicht mehr geben“, antwortete ich ihm. Fragend sah er mich an. Darauf hin erzählte ich ihm meinen Traum. Er umarmte mich mit seinen starken Armen und ich legte mein Gesicht an seine Brust. Erst jetzt wurde mir richtig bewusst, was ich alles verlieren konnte. Wenn ich nicht überlebt hätte, würde ich mein Kind nie sehen, nicht da sein wenn es gross wird und hätte Lauri alleine gelassen. Der Gedanke ihn fast verloren zu haben, brach mir das Herz.


Teil 33

6 Monate waren vergangen und das neue Album war fertig. Natürlich wusste ich was das heissen würde – monatelang ohne Lauri leben zu müssen. Die Tour stand unmittelbar vor der Tür. Heute war der letzte Abend, morgen früh würde er nach Deutschland fliegen, ohne mich, denn mit Kind auf Tour zu gehen wäre etwas stressig. Vielleicht wenn Nova älter ist, Aaron von Staind nimmt ja auch die ganze Familie mit. Ausserdem war Lauri nicht der einzige der Vater war.

Nova war schon in ihrem Bettchen am schlafen und Lauri und ich lagen auf der Couch und sahen uns noch einen Film gemeinsam an. Mein Kopf lag auf seinem Schoss und er strich mir sanft durchs Haar. „Denkst du es wird ok sein, wenn du mit Nova alleine bist?“, fragte er besorgt. Ich wusste er wollte mich nicht alleine lassen und Nova würde ihm schrecklich fehlen.
„Ja, ich bin ja schon ein grosses Mädchen“, grinste ich frech und sein ernster Blick verschwand . „Ich weiss doch, aber ich werde dich und Nova sehr vermissen. Ich wünschte ich könnte euch mitnehmen.“ „Ich weiss, wir werden dich auch ganz doll vermissen, aber du weißt sie ist noch zu klein für so was. Nächstes Mal kommen wir mit.“ Zärtlich strich über seine Wange und zog ihn dann zu mir runter – küsste ihn sanft. Seine Augen funkelten mich glücklich an. Wir beide wussten, dass wir Glück hatten uns gefunden zu haben.

Als wir später im Bett lagen konnte ich lange nicht schlafen. Fest klammerte ich mich an ihn. Ihn morgen gehen zu lassen, war echt hart, schliesslich lebten wir jetzt länger zusammen und auch wenn er im Studio arbeiten musste, kam er trotzdem zum schlafen nach Hause. Jetzt würde ich ihn länger nicht mehr sehen.
Weinend schlief ich ein.

Teil 34

Die Koffer standen gepackt an der Tür. Bald würde es soweit sein, bald würde sie alleine sein. Die Stimmung war leicht gedrückt. Kuschelnd sassen sie auf dem Sofa mit der Kleinen im Arm. Lauri wusste er würde sie vermissen – beide.
„Ich werde dich jeden Tag anrufen, versprochen.“ „Mach dir keine Sorgen, wirklich. Ich werde dich vermissen, aber dass ist in Ordnung“, lächelte sie und küsste mich noch einmal. Dann war es Zeit zu gehen. Noch einen letzten Kuss für meine beiden Engel und ich verliess die Wohnung.
Der Bus stand unten und wartete auf mich. Ich setzte mich auf den noch freien Platz und legte meinen Kopf an die Scheibe. Meine Augen brannten, erste Tränen bahnten sich ihren Weg.
„Sei nicht traurig, Kleiner. Bald werden wir wieder zurück sein. Und unsere Frauen passen eh aufeinander auf, tröstete Eero ihn.

6 Wochen später

In den letzten 6 Wochen wurde mir klar wie sehr ich Lauri liebte und wie sehr er mir in meinem Leben fehlte. Und dies ging nicht nur mir so. Nova schien ihn auch zu vermissen. Nachts weinte sie oft und liess mich keine Minute schlafen. Lauri würde ihr jetzt Schlaflieder singen, aber ich konnte das nicht. Wenn ich zu singen versuchte, schrie die Kleine immer mehr. Manchmal wurde mir alle fast zu viel. Kein Schlaf, Nova die jede Minuten beschäftigt werden wollte und der Haushalt, der auch nicht weniger wurde. Ich setzte Nova in ihr Laufgitter und liess sie mit ihrem Teddy spielen. Der Fernseher lief im Hintergrund und ich bügelte die Wäsche. Ich hätte nie gedacht, dass ich je so eine gute Hausfrau werden würde. Früher hätte ich die Wäsche nur aufgehängt und gehofft sie hätte nicht zu viele Falten.
Nova begann nach einer Weile wieder zu quengeln. Sie war gerade wieder in einer Zahnphase. Schreiend mit rotem Kopf sass sie da und weinte. Die Stimmgewalt hatte sie eindeutig von ihrem Vater. Ich musste lächeln bei dem Gedanken, wie wohl Lauri seine Mutter ärgerte. Ich nahm sie in meine Arme und gab ihr den Beissring. Glücklich kaute sie auf dem Ring.
Das Telfon klingelte und ich nahm es ab. „Hallo Schatz! Wie geht es dir?“ Ich musste lächeln, denn er klang so überdreht. „Hallo Engel, uns geht’s gut hier. Nova kriegt wieder einen Zahn und schreit die ganze Hütte zu.“ Ich hörte ihn lachen. Ja ja Männer kein Mitleid. „Ich vermisse euch zwei und bin so froh wenn ich in 2 Wochen wieder da bin. „ „Wir vermissen dich auch, Schatz. Nova fragte immer nach dir. Oder besser gesagt, sie brabbelt was von Baba. Sollte wohl Papa heissen.“ „Süss, und ich verpass wieder alles,“ sagte er. Seine Stimme klang sehr traurig.
„Keine Angst, in zwei Wochen wird sie sicher nicht laufen lernen, dann verpasst du dass wenigstens nicht.“ „Ja, hast recht. Tut mir leid, aber ich muss wieder los. Ich liebe dich, vergiss das nicht.“ „Ich dich auch und mach dir keine Sorgen. Die 2 Wochen schaffst du auch noch.“

„Ja, die zwei Wochen würden wir auch noch schaffen“, dachte ich mir und drückte Nova noch etwas mehr an mich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Ohne dich wäre das warten noch schlimmer, Kleines“, flüsterte ich ihr zu. Ihre Augen strahlten mich an: „Mama“, brabbelte sie und legte ihre kleine Hand auf meine Wange. „Ja, sie war mein kleiner Engel, der auf mich aufpasste“, dachte ich und knuddelte sie doll.

Teil 35

Heute würde er endlich wieder nach Hause kommen. Ich schloss gerade die Türe auf und schob Kinderwagen und die Einkäufe in den Flur. Manchmal fühlte ich mich wirklich wie ein Lastentier. Nie hat man eine freie Hand und den Rücken fühlte man jeden Abend sehr gut. Sollte doch Lauri die nächsten Tage schwer schleppen. Ich legte die Kleine in ihr Bettchen, es war ja Mittagsschlafzeit, und stellte den Cd-Player an. Das war unser Deal unterdessen. Wenn Papi nicht da war, musste die Cd reichen. Schluss endlich ist es auch besser als wenn Mami singt. Ich bereitete das Essen vor, denn in 2 Stunden würde er endlich da sein. Ich war ein wenig nervös. Er hatte mir so gefehlt und noch 2 Stunden warten, schien unerträglich.
Ich schnitt gerade Zwiebeln, also in gut deutsch, ich heulte mir die Augen aus, als ich die Haustür quietschen hörte. Ich ging aus der Küche nachsehen. Ich traute meinen Augen nicht. „Lauri! Was machst du hier? Ich dachte du kommst erst gegen 6 an?“, rief ich und fiel ihm um den Hals. „Hallo Schatz. Wir waren halt etwas schneller gefahren und hatten keinen Stau. Ich bin so froh dich wieder zu sehen“, flüsterte er und drückte mich an sich. Ich atmete seinen Geruch tief ein. Auch wenn er eine Dusche nötig hatte. Ich hatte ihn so sehr vermisst. Zärtlich küsste er mich. „Wieso hast du geweint, Kleines?“ „Ich hab Zwiebeln geschnitten, Grosser. Es gibt bald Abendessen, du hast doch Hunger oder?“ Er nickte und küsste mich nochmals. „Ich seh mal nach Nova.“ Grinsend ging er in ihr Zimmer. Ich hingegen machte das Essen fertig. Heute Nacht würden wir noch genug Zeit zusammen verbringen. Und Nova hatte ihn schliesslich auch ganz doll vermisst. Ich vernahm ein freudiges Quieken. Sie hatte wohl ihren Papi gesehen. Lauri kam in die Küche und hielt die Kleine im Arm. „Wieso hast du mir nicht gesagt, dass sie bereits so gross ist. Das nächste Mal musst du mir täglich Bilder schicken per MMS, sonst erkenn ich mein eigenes Kind nicht mehr“, grinste er stolz. „Ok, werde ich. Aber jetzt bleibst du doch noch ne Weile oder?“ „Ja, wir haben 2 Wochen Urlaub und dann machen wir paar Interview hier.“ „Du hast mir sehr gefehlt. Ich glaub ich hät die Krise bekommen, wenn ich nicht Nova noch gehabt hätte. Irgendwie war es zu ruhig hier.“ „Ich weiss, ihr habt mir auch gefehlt und ich bin froh wieder hier zu sein.“ Nova begann plötzlich wieder zu schreien. Erschrocken sah Lauri mich an. „Was hab ich getan?“ Ich lachte laut los. „Ich hab doch gesagt sie bekommt Zähne. Eben ganz der Papi, stimmts mein kleiner Schreihals“, dabei sah ich Lauri fragend an. „Haha.. witzig. Wie kann ich sie abschalten?“ Ich lachte los bei dem Anblick von Lauris verzweifelten Gesicht. „Männer“, grummelte ich und hielt ihm den Beissring hin. Endlich herrschte wieder Ruhe. „Sie wird bestimmt auch mal Sängerin“, grinste er stolz. „Kann sie bitte zuerst den Kindergarten und Schule beenden, bevor wir so was planen?“
Er nickte stolz und ging ins Wohnzimmer mit ihr. Hielt sie einfach nur fest.
Nach dem Abendessen und Gute Nachtlieder singen, kuschelten wir müde auf der Couch. Irgendwann schlief ich dort ein...

Teil 36

Die Sonne schien draussen als ich aufwachte. Ich lag alleine im Bett. Müde rappelte ich mich auf und ging runter auf die Terrasse. Fröhliches Kindergelächter kam mir entgegen. Lauri versuchte sich gerade als Nova’s Pony. Er war echt süss. In seiner Vaterrolle schien er richtig auf zu gehen. „Mami!“, rief Nova glücklich. „Gute Morgen ihr Süssen.“ Lauri sah mich erschrocken an und wurde ein bisschen rot. „Ich tu Pony reiten. Mami auch Pony reiten“, rief die Kleine. Entsetzt sah mich Lauri an. „Nein, Kleines, ich glaub ich bin etwas zu schwer für unser Pony. Mami reitet das Pony heut macht in den Stahl“, sagte ich und grinste versaut. Lauri wurde knallrot und formte die Wort „Spinnst du?“ mit den Lippen und zeigte mit dem Kopf zu Nova. „Passt du dann auf mein Pony auf?“, fragte Nova und ich nickte:“ Ja, dass es brav schlafen geht.“ Glücklich strahlte sie über beide Ohren.
„Also ich geh mal für das Pony und uns Frühstück machen.“ „Wieso für das Pony. Die essen Gras,“ fragte Nova und kuckt Lauri auffordernd an. Verzweifelt kuck mich Lauri an. „Unser Kind hast mich.“ Breit grinsend setzte ich mich vor ihn, wieherte und streckte ihm ein Büschel Gras entgegen. „Habba Habba, kleines Pony.“ Nova quiekte glücklich, doch von Lauri erntete ich nur böse Blicke. Wiederwillig begann er ein bisschen auf dem Gras zu kauen. „Dafür wirst du büssen“, flüsterte er mir zu. Noch mal grinste ich und ging in die Küche. Ich deckte den Tisch, schnitt das Brot und machte Kaffee. Gemütlich sass ich am Tisch als Lauri reinkam. Ohne etwas zu sagen setzte er die Kleine ins Stühlchen, setzte sich selber und goss sich Kaffee ein. Böse kuckte er über den Tassenrand. „Kuck nicht so böse, so machst du nur kleinen Groupies angst, aber mir nicht.“ Verdutzt kuckt er rüber. „Das war echt nicht witzig. Weißt du wie das Gras schmeckte?“ „Nein, aber dank mir kannst du mir jetzt sagen.“
Ich begann Nova zu füttern. Sie liebte zerdrückte Bananen und Apfelscheiben. Glücklich lächelnd kaute sie auf ihrer Scheibe rum und strahlte ihren Papi an.
Ich fühlte wie stolz ich auf unsere kleine Familie war.

Teil 37

Heute war grosser Familientag, also packte ich gerade ein paar Sachen zusammen für ein Picknick im Park und Lauri zog die Kleine an. „So Papi, alles bereit und angezogen?“, fragte ich und grinste wieder mal fies. Grinsen wurde wohl zu meinem neuen Hobby, aber was konnte ich dafür, dass ich glücklich war. „Ja, alle angezogen. Kannst du bitte noch ein paar Windeln einpacken und ich bring die Kleine runter.“ Ich nickte ihm zu und verschwand im Bad. Irgendwie waren wir das perfekte Paar, was ich nie gedacht hätte. Schliesslich war Lauri nun die ganze Zeit weg und ehrlich gesagt, ich hatte damit gerechnet, dass er von der Tour so müde ist, dass ihm das Babygeschrei auf die Nerven gehen würde. Aber er tat nichts der gleichen, er schien in seiner Vaterrolle genau so aufzugehen, wie in der Musik.
Als ich mit den Windeln bewaffnet nach unten kam, waren meine zwei Engel schon wieder am rumalbern. Nova lernte gerade fliegen. Glücklich quiekte sie laut und flatterte mit den Armen. „So jetzt ist aber fertig geflogen“, lächelte ich und gab beiden je ein Küsschen auf die Wange. Lauri setzte Nova in den Wagen, setzte ihr das Hütchen auf, damit sie nicht zu viel Sonne abbekam. Ich stopfte die Windeltasche unten in den Wagen. Lauri man den Picknickkorb und öffnete mir die Tür. Draussen wartete ich auf ihn bis er die Tür schloss. Gemütlich spazierten wir zum Park. Sanft legte er seinen Arm um meine Hüfte und lief stolz neben mir her.
Es war einfach göttlich ihn so stolz zu sehen.

Im Park angekommen, breitete ich eine Decke aus und setzte Nova drauf. Lauri kämpfte gerade mit dem Sonnenschirm, dass wir wenigstens etwas Schatten hatten. Nova schaute ihm amüsiert zu. Es musste wohl sehr witzig aussehen, wenn sich der eigene Vater etwas schusselig anstellte. Nach langem Krampfen hatte er es endlich geschafft, der Sonnenschirm steckte in der Erde. Stolz setzte er sich neben mich und setzte sich die Kleine zwischen die Beine, die sich müde an ihn lehnte und das sanfte Bauchkraulen genoss. Keine Minute später schlief sie auch schon tief. Lauri legte seinen Kopf in meinen Schoss und legte ich die Kleine auf den Bauch und strich ihr sanft den Rücken. Er sah so süss aus, am liebsten hät ich ihn gleich abgeknutscht.
Sanft kraulet ich seinen Kopf. Er schloss seine Augen und schien die Ruhe zu geniessen. Seit er wieder zurück war schien er so ausgeglichen. Normalerweise dachte er auch zuhause noch ans arbeiten aber jetzt schien er einfach nur Lebenspartner und Vater sein zu wollen. Ich war froh darüber, denn manchmal machte ich mir immer noch Sorgen, dass wir ihm vielleicht irgendwann lästig werden würden, oder in seinem Karriereweg stehen würden und er uns dann hängen lässt. Aber ich hatte wohl Glück, denn ich hatte mir den liebevollsten Vater für mein Kind geangelt.

Beide schliefen sie tief und fest und ich hatte keine Chance mich zu bewegen. Also krallte ich mir meine Kamera und machte sein Foto von meinen schlafenden Engeln.
Die Kleine wachte wieder auf und krabbelte über Lauri, wobei sie ihm in eine , na ja sagen wir empfindliche Stelle trat. Etwas gequält wachte er auch auf. „Autsch, da kann man sagen, Schuss und Treffer“, grinste er gequält. Nova sass auf meinem Schoss und schien sich wieder einmal köstlich zu amüsieren. „Ja, da kannst du wieder lachen was? So und jetzt fliegen wir runter zum Teich“, grinste er breit und hob Nova hoch.
(Siehe Bild zum Träumen/ bzw. auf meiner Site)

(könnt doch der Lauri sein )

Teil 38

Lauri hob Nova an den Armen hoch und versuchte sie in niedrige Wasser zu stellen, was nicht klappte, denn Nova zog ihre Beinchen immer wieder an, weil ihr das Wasser wohl zu kalt war. Es sah einfach zu Schiessen aus. Lauri setzte sie wieder in den warmen Sand und versuchte eine Sandburg zu bauen. Doch kaum war er fertig sprang Nova auf den Sandhaufen und drückte freudig alles flach. Fragend sieht Lauri zu mir, erwartet eine Antwort. Ich zucke mit den Schultern und grinse frech. Dieses Mal hatte ich wirklich nichts damit zu tun, wie mit dem Gras essen.
Nach einer Weile kommen beide bis obenhin paniert an den Platz zurück. „Was ist den mit dir passiert mein Kleines?“, frage ich Nova und kitzle sie leicht. Quiekend lässt sie sich auf ihren Popo fallen und strahlt mich an. „Hast du und Papi Lust auf Wassermelone?“ Freudig klatscht Nova in ihre Händchen. Auch Lauri nickt übermütig und grinst breit. Ich reiche ihnen je ein Stück und beide beissen gierig hinein. Ich dachte immer ich hätte nur ein Kind, aber wenn ich mir meinen Göttergatten mal so ansehe, na ja, sie werden halt nie erwachsen. Rasch futtern die Zwei ihre Stücke auf und kucken mich erwartungsvoll an. „Mehr Mami!“, bettelt Lauri. Ich kucke ihn schief an. „Wie bitte? Nenn mich noch einmal Mami und ich geb die Mami.“ Ich versuche ihn böse anzukucken, aber irgendwie gelingt es mir nicht. Er sah einfach zu süss aus. Ich habe es nie geglaubt, aber Männer mit kleinen Kindern, sind irgendwie doch verdammt sexy. Grinsend über meine Gedanken reiche ich ihnen noch ein Stück und beide schmatzen wieder glücklich vor sich hin.
Ich wasche Novas Mündchen und Kinn sauber, denn Melonen essen kann ja bekanntlich schwer sein, vor allem wenn das Stück doppelt so gross ist. Grinsend legt sich Lauri neben Nova und streckt mir sein Kinn entgegen. Grinsend wasch ich auch sein Kinn ab. Der Anblick ist einfach zu drollig. Vater zu werden musste wohl so was wie die Lizenz zum Blödeln sein.
Nova war wieder müde also legte ich sie in den Wagen damit sie ihr Nickerchen machen konnte. Ich setzte mich wieder neben Lauri und lehnte mich an ihn. Vorsichtig legte er seinen Arm um meine Schultern und streicht sanft über meinen Arm. „Weißt du was? Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Spass macht Papi zu sein. Ich bin bestimmt der glücklichste Mensch auf der Welt. Eine tolle Freundin und eine wunderbare Tochter... mehr braucht ein Mann nicht.“ Glücklich grinste er mir zu. „Ich bin nur toll?“ Fies grinse ich ihn an und warte auf Antwort. „Nein du bist die hübscheste, schlauste und wunderbarste Frau dei ich mir wünschen kann, und ich liebe dich über alles.“ Langsam rutscht er zu mir und küsst mich zärtlich auf den Mund. Seine Finger streichen zart über meinen Nacken. Ich seufze leise vor mich hin und geniesse den Kuss in vollen Zügen.

Teil 39

Die Sonne geht unter und ich packe unsere Sachen zusammen. Lauri versucht währenddessen Nova ihre Schühchen anzuziehen. Sanft küsst er Novas Stirn und erntet ein freudiges Lächeln von ihr. Ich stelle die Taschen neben ihn und grinse ihn auffordernd an. „Ja, ja, ich bin der Mann ich muss schleppen,“ grinst er breit und hebt die Tasche hoch. „Danke Engelchen“, schmunzle ich und geb ihm einen flüchtigen Kuss auf die Backe. Breitgrinsend schieb ich den Wagen an und laufe dem kleinen Weg entlang zurück zu unserem Zuhause.

Gemütlich sitzen wir auf der Terrasse und Nova planscht in ihrem kleinen Planschbecken. „Warst du so eine Wasserratte oder wieso steht unser Kind so auf Wasser?“ Beschämt kuckt Lauri zu Boden. „Wenn du wüsstest. Mich hat man nie aus dem Wasser bekommen. Sobald der Sommer da war hingen wir am See rum. Wahrscheinlich wachsen ihr Kiemen und Schwimmhäute, wenn sie nicht zur Sängerin wird.“ Bei dieser Vorstellung konnte ich nicht anders als zu lachen.
„Lass sie mal erst in den Kindergarten gehen bevor wir etwas für sie planen.“
„Aber..“ „Nichts aber. Unser Kind soll machen was es will, auch wenn sie jetzt schon alle Instrumente anfasst die sie finden kann. Erst Schule, dann der Rest.“ „Ich fühl mich kastriert,“ jammert es neben mir. „Was?“ „Naja, ich hab ja gar nix mehr zu sagen.“ “Sorry Honey, ich will nur nicht das wir unser Kind zu was drängen. Mutterbeschützerinstinkt, Tschuldigung.“
Nova wurde müde und Lauri packte sie ins Bett. Er ist ein echt süsser Vater. Ich bin richtig stolz auf ihn. Mit einem Grinsen im Gesicht warte ich darauf, dass er zurückkommt.

Teil 40

Er setzt sich wieder zu mir und stellt zwei Gläser und ne Flasche Rotwein auf den Tisch. Behutsam schenkt er den Wein in die Gläser. „Gibt’s was zu feiern?“ „Ne, der Wein dient nur zur Entspannung.“ „Hast wohl was vor mit mir.“ „Ach Mist hast meinen Plan herausgefunden.“ Lachend kuscheln wir uns etwas enger zusammen. „Cheers Engel“, sagte er und stösst mit mir an. „Ich liebe dich Engel und ich bin froh mit dir zusammen so eine wundervolle kleine Familie zu haben.“ „Mir geht’s genau so. Und ich bin stolz auf dich. Du bist ein echt guter Vater.“ „Besser als meiner auf jeden Fall.“ „Zerbrich dir nicht den Kopf darüber.“ Sanft küsse ich ihn.

Die Jahre vergingen und Nova wurde grösser. Nun war sie in der ersten Klasse. Sie war echt schlau. Ich war sehr stolz auf sie und Lauri auch, zu mindest wenn er mal Zuhause war. Zur Zeit war er wieder viel auf Reisen, Tour oder PR. Ich weiss nicht genau wann ich ihn das letzte Mal richtig gesehen hatte. Unsere Ehe litt in den letzten Monaten stark. Ich war eigentlich nur noch Mutter und nicht mehr Ehefrau, die haben ja einen Partner an ihrer Seite. Ich war gerade auf dem Nachhauseweg als ich Lauri erblickte. Er kam gerade aus einer Haustür. Ich traute meinen Augen fast nicht. Eine kleine blondierte Tussi verabschiedete sich überschwänglich von ihm. Ich hatte gedacht er würde erst heute Abend landen. Rasch fuhr ich nach Hause.
Nova würde ja in der Schule zu Mittag essen, so hatte ich Zeit den Haushalt zu machen. Ich schrubbte gerade wie wild an einem Topf als die Türe aufgeschlossen wurde. Jemand liess eine Tasche fallen und kam zu mir in die Küche. Zwei Arme schlangen sich um meinen Bauch. Zärtlich küsste er meinen Nacken. „Hallo Engel ich bin wieder da.“ „Hab ich schon gesehen.“ „Hast du was?“ Wütend schrubbe ich weiter. „Liz was hast du?“ „Tu doch nicht so als würdest du dich drum scheren wies mir geht!“ Wütend schmiss ich den Topf ins Becken und trocknete meine Hände ab.
„Also stopp mal, Was schreist du so rum? Hab ich was getan!?“ „Ja! Willst du mir nicht endlich sagen wer diese blondierte Tussi ist!?“ Sein Gesicht erstarrt. Seine Augen sehen mich erschrocken an. „Ja da bist du überrascht. Deine kleine dumme Frau hat dich erwischt. Also was fehlt dir? Bin ich nicht mehr attraktiv genug oder zu alt oder was ist der Grund?!“ Sein Blick senkt sich zu Boden. „Es... es tut mir ehrlich leid. Es ist irgendwie einfach passiert.“ „So was passiert nicht einfach! Man steht nicht einfach plötzlich bei jemandem im Schlafzimmer! Was hab ich falsch gemacht, sag schon!“ „Nichts. Ich liebe dich wirklich. Aber seit wir Eltern sind, sind wir einfach bei Kuschelsex stehen geblieben. Ich hab die wilde Seite an dir vermisst. Ich habe das nicht geplant und ich wird sie auch nicht mehr sehen, versprochen.“ „Aus irgendeinem Grund glaub ich dir nicht. Wie lange läuft das schon?“ „Seit ein paar Wochen.“ „Du schläfst lieber seit ein paar Wochen mit ner Tussi anstatt mir zu sagen, dass du nicht mehr glücklich bist und was ändern willst?! Es muss ja echt schwer sein mit mir zu sprechen!“ „Es tut mir wirklich leid. Bitte verzeih mir! Ich werde es auch bestimmt nie mehr tun, ich will dich nicht verlieren ehrlich.“ „Ach was! Lass mich bloss in Ruhe. Ich bleibe nur bei die weil ich nicht will, dass Nova alleine gross werden muss. Sie hat es schon schwer genug.“ Wütend laufe ich ins Schlafzimmer und sperr mich ein. Weinend lasse ich mich aufs Bett fallen. Was sollte ich nun bloss tun. Ich will nicht, dass Nova ein Scheidungskind wird. Sie soll nicht in einer so kaputten Familie aufwachsen wie ich es musste.
Ich lag noch etwas im Bett bis meine Tränen trockneten. Dann wusch ich mir mein Gesicht damit Nova nicht sehen würde, dass ich weinte.
Ich ging ins Wohnzimmer. Beide sassen sie auf dem Sofa und sahen sich einen Zeichentrickfilm an. „Habt ihr Hunger?“ Frage ich sie. „Nein, Papi hat und schon Brötchen gemacht“, meint Nova happy und kuschelt sich wieder an die Schultern ihres Vaters. Lauri blickt mich ängstlich an. Ich ignoriere ihn gekonnt und verziehe mich wieder in die Küche.
So ging es Wochen lang weiter. Ich war einfach zu verletzt. Ich wollte es ihm nicht verzeihen. Wieder liegen wir nebeneinander im Bett und starren die Decke an. „Ich will so nicht weiterleben“, murmelt es neben mir. „Wie denn?“ „Ich weiss, ich habe Mist gebaut aber ich habe mich entschuldigt und hab sie nie mehr gesehen und du sprichst kein Wort mit mir. Ich will meine Familie zurück.“ „Denkst du ich will das nicht? Aber mein eigner Mann hat mich hintergangen. Wie soll ich dir vertrauen können wenn du wieder auf Tour bist oder so?“ „Willst du dich scheiden lassen?“ „Ich weiss nicht, vielleicht“, antworte ich so kalt ich kann.
Ich wende meinen Blick zu Lauri. Er scheint gerade schwer zu schlucken. Noch immer ist sein Blick zu Decke gerichtet, trotzdem sehe ich ein verräterisches Glänzen in seinen Augen. Langsam dreht er sich zu mir. Seine Tränen laufen langsam über seine Wange. „Bitte verlass mich nicht“, flüstert er schon fast. Der Schmerz in seinen Augen war echt, dass konnte ich sehen. „Wie willst du sicher sein, dass du diesmal treu bist?“ „Lass uns doch eine Eheberatung machen.“
Aus irgendeinem Grund stimmte ich seiner Idee zu.

Wochen später war unser Familienverhältnis wieder so liebevoll wie früher.
Auch ich fühlte mich wieder besser. Das Vertrauen zu meinem eigenen Mann wuchs langsam wieder.
Ich schliesse gerade die Tür zu unserem Haus auf. Rasch stelle ich die schweren Tüten in der Küche ab und schmeisse meine Schuhe in die nächste Ecke.
Musik dringt auf dem Schlafzimmer. In dem Fall war Lauri wohl schon Zuhause. Eigentlich dachte ich er würde wieder bis Mitternacht im Studio sein. Leise schleiche ich mich hoch und lausche an unserer Tür. Er war sicher müde und würde im Bett liegen und schlafen, dachte ich mir. „Ich könnte mich eigentlich zu ihm legen, dann würde ich ihn wenigstens wieder einmal sehen“, dachte ich mir und öffne langsam die Tür einen Spalt. Ich öffne sie mehr und will mich zu ihm schleichen. Doch bei diesem Anblick bleibt mir mein Herz stehen. Naja eigentlich zerbricht es gerade in Stücke. Es scheint mir als könnte ich es sogar hören. Der Anblick ist einfach zu schmerzhaft. Ich greife nach der Vase auf der Kommode und schmeisse sie an die gegenüberliegende Wand. Erschrocken blicken sie in meine Richtung. Lauri stösst die kleine Nutte von sich runter und greift nach seinen Shorts und stottert etwas von wegen sorry. Wie versteinert stehe ich da. Tränen laufen über meine Wangen. Wie konnte ich nur glauben er würde treu sein? Endlich steht er vor mir und nimmt mich in seine Arme. „Es tut mir leid, wirklich. Ich weiss nicht was mit mir los ist.“ „Ja, ja hast du schon gesagt. Halt einfach deine Klappe.“ Merkwürdigerweise blieb ich ganz ruhig. Ich ging zurück ins Wohnzimmer und blieb dort bis spät in die Nacht sitzten. Lauri schlief schon im Bett. Er war mir so egal. Die Uhr an der Wand zeigt mir, dass es schon spät in der Nacht ist. Langsam stehe ich auf und gehe in Novas Zimmer. Vorsichtig hebe ich sie hoch, damit sie nicht aufwacht.
Müde schlendere ich mit ihr zu unserem Auto, dass wie jede Nacht in der Garage steht. Ich lege sie auf die Rückbank und setzte mich ans Steuer. Gefühllos ohne jedes Schuldgefühl oder Angst lasse ich den Motor an. Müde lehne ich mich zurück und sehe gebahnt auf das Foto. Es wurde gemacht als Nova noch klein war und wir wieder einmal am See waren. Damals waren wir so glücklich und ich dachte es würde nie mehr ändern. Liebevoll lege ich das Bild an meine Brust als würde ich ein Kind an mich drücken. Müde schliesse ich meine Augen. Eine letzte Träne fliesst über meine Wange. Ich habe die wirklich geliebt Lauri. Schon schlief ich ein.

Lauris Sicht

Es ist früh morgens. Ich konnte nicht schlafen, fühlte mich so schuldig. Ich hatte meine kleine Familie zerstört. Ich war nicht besser als mein Vater oder ihre Mutter. Ich ging die Zeitung vor der Tür holen, als mir das Motorengeräusch unsere Wagens auffiel. Rasch lief ich zur Garage. Komisch, sie war zu. Rasch öffne ich sie. Eine riesige Abgaswolke kommt mir entgegen. Langsam klärte sie alles und ich kann unser Auto sehen. Entsetzte sehe in die Garage. „Nein, bitte nicht!“, höre ich mich selber flehend schreien. Rasch laufe ich zum Auto, reisse die Türe auf und stelle den Motor ab. Hektisch prüfe ich den Puls von Liz. Sie war tot. Ich leerer blasser Körper sass friedlich da und hielt unser Familienfoto. Die letzte Träne glänz noch immer auf ihrer Wange. Mein Herz zerriss förmlich. Nova! Sie lag schlafend auf der Rückbank. Ich reise die Türe auf und prüfe auch ihren Puls. Schreiend und weinend breche ich zusammen. Es war alles meine Schuld nur weil ich mich plötzlich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Ich war der Mörder meiner Familie.

Gegenwart

Weinend sitzt er immer noch auf dem Sofa. Die Jungs anderen Jungs um sich herum. Alle sind sie schwarz angezogen. Heute morgen war die Beerdigung. Seit dem sitzt er nun hier und ist nicht ansprechbar. Er gab sich die Schuld an allem.
„Lauri, du musst etwas essen“, bitte ich ihn wieder. „Nein Eero.“ Müde steht er auf und geht in sein Zimmer.
Wir warteten noch eine Stunde. Dann gingen wir nach Hause.
Es war das letzte Mal, dass wir alle Lauri lebend gesehen hatten. Er hatte wohl mit seinen Schuldgefühlen nicht mehr leben können, oder wollte einfach wieder bei seiner Familie sein. Niemand weiss genau was ihm alles durch den Kopf ging, als er all die Stunden nach der Beerdigung schweigend und wie in Trance auf dem Sofa sass. Wir alle könne nur hoffen, dass sie nun glücklich zusammen sein können.

End






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